Einheitswaffe

Hallo Lutz,

nachfolgend ein kleiner Erlebnisbericht vom Wochenende. In den letzten beiden Wochen sichtete ich beim Ansitz eine stattliche Zahl von Jungfüchsen. Leider konnte ich mit meinem alten Steyr Pirschstutzen in .30-06 befüllt mit Restmunition Blaser CDP und Entfernungen um die 200 - 250 m nicht viel ausrichten. Hier mußte etwas weitreichendes zum Einsatz kommen. Also kurz nachgedacht und festgestellt „Du hast ja noch die beiden Afrikawaffen

( 6,5x68 und 8x68S ) beim Büchsenmacher zur Vorbereitung auf den Feuerschlucker liegen“. Da der noch nicht eingetroffen war, wäre die 6,5x68 mit Lutz Möller Geschossen befüllt doch die richtige Fuchsmedizin.

Beim Büchsenmacher angekommen, war die Enttäuschung erst einmal groß, da bei ausgebautem Lauf den Füchsen auf die Schnelle wohl nicht beizukommen wäre. Es sah so aus, als sollten die Rotröcke noch ein wenig warten müssen.

Doch dann sagte Michael „Deine Füchse finden auch mit der 8x68S den ziemlich sicheren Tod“. Nun, was soll ich sagen „Recht hatte er der Gute“. Die Deutsche Magnum verladen und los ging`s. Auf dem Weg nach Hause noch schnell am Schießstand gestoppt, um die Treffpunktlage zu prüfen. Ich fand im Auto sogar noch ne alte Scheibe vom letzten Besuch. Also, Scheibe abgeklebt und angetackert, Lutz Möller Geschosse eingelegt und in Richtung Ende der 100 Meterbahn auf den Weg geschickt.

Scheibe von damals und heute

8 cm hoch und 3 cm links, was war denn DAS? Auf der Suche nach der Ursache für diese unannehmbare Treffpunktlage fiel mir auf das Zeiss 6-24x56 war noch „auf Afrika eingestellt“. Kurzerhand drehte ich beide Versteller auf Null, legte neue Lutz Möller Munition ein und schickte das in der Hoffnung auf ein Loch in der oberen 4 lost. Das Bild von der Scheibe sagt alles!

LM: Klug ist der Mann, der sich vergewissert und die Waffe anschießt, bevor er sich drauf verlassen muß. Besser kann die Verstellgenauigkeit ja wohl nicht sein. Ein dickes Lob an Zeiß!

Für die Füchse gerüstet, ging es nun gegen Abend ins Revier. Auf der Kanzel angekommen und eingerichtet, machte ich mir erst einmal ein Bild der hiesigen Lage. Bis ~ 140 m um die Kanzel herum erstreckte sich mittelHöhe Wiese, danach alles frisch gemäht. Hier mußten die Füchse kommen.

Die nächsten 3 Stunden verbrachte ich mit der Beobachtung weiblichen Rehwildes, das die ungemähte Wiese vor mir reichlich aufsuchte.

Gegen 21:30 Uhr bemerkte ich beim Verändern der Sitzposition unmittelbar unter meiner Kanzel einen ~ 2 - 3 Jahre alten nicht besonders gut im Wildbret stehenden halblauscherHöhen Gabler mit ziemlich dünnen kaum geperlten Stangen. Da ein Bock dieser Statur und Entwicklung nicht unbedingt unserem Hegeziel entspricht, sollte dieser nun zur Strecke kommen. In der Kanzel stehend und steil nach unten zielend, hielt ich aufgrund der Nähe des Bockes etwas höher an und schickte das Lutz Möller Geschoß auf seine ziemlich kurze Reise. Deutlich zeichnend machte das Stück einen Satz in den Bestand. Mit dem Wissen um einen guten Treffer, lehnte ich mich zurück und mußte feststellen, daß es manchmal doch anders kommt als man denkt.

Für die „Weiten Füchse“ angereist und ausgerüstet, streckt man einen Bock auf 20 m (Der Bock wog aufgebrochen nur magere 11 kg, Schuß durch die Kammer, Lunge und Herz getroffen, Flucht 20 m, Einschuß und Ausschuß kalibergroß, Wildbretentwertung gleich 0). So vor mich hin grübelnd, fiel mir in der fortschreitenden Dämmerung plötzlichirgendeine Bewegung auf der gemähten Wiese auf. Schnell nahm ich das Leica 15x56 Geovid hoch und schaute nach. Siehe da, der Fuchs war da. Zwei Jungfüchse tummelten sich auf der Wiese. Ich legte Glas auf und maß die Entfernung. Die kleinen Racker waren 257 m weit. Für diesen Schuß hieß es sich nun sicher und gut einzurichten. Also stopfte ich den Pullover unter die Waffe, legte Abzugsarm zur Abstützung im rechten Seitenfenster der Kanzel auf, erfaßte ein Füchslein, stellte die Vergrößerung auf 24-fach, hielt auf die Kammer an und schickte das kupferne Wunderding auf die weite Reise. Der Fuchs fiel im Feuer und bleib liegen.

In der Freude um soviel Waidmannsheil sah ich den zweiten Jungfuchs immer noch unbekümmert auf der Wiese. Also legte ich das Glas wieder auf und maß die Entfernung. 276 m. Soll ich, oder soll ich nicht? Der Blick durchs Zielfernrohr ließ Reinecke deutlich hinter dem Absehen 40 erscheinen. Schnell richtete ich wieder ein, faßte Ziel, belebte Leuchtpunkt und überließ den Rest der Arbeit dem Lutz Möller Geschoß mit Schwarzer Spitze.

Lutz Möller 8x68S Munition 2007

Auch dieser zweite Fuchs wurde an denAnschuß, ebenfalls mit einem sauberen Kammertreffer, genau am Haltepunkt, gebannt. Zur Ruhe gekommen mußte ich feststellen, Diana hatte es heute mehr als gut mit mir gemeint.

Artemis, Göttin der Jagd und des Mondes

röm. Pendant: Diana

Zeichen: Zeder, Hirschkuh, Pfeil und Bogen

Artemis, der griechische Mythos

Im Mythos ist die Tochter des Zeus und der Leto und Schwester des Apollon die beliebteste Göttin. Sie war an erster Stelle eine jungfräuliche Jagdgöttin, die mit Pfeil und Bogen durch die Wälder zog und dabei von einer Schar Nymphen begleitet wurde. Sie galt auch als Herrin der Tiere. Wer sie beleidigte wurde hart bestraft, oft sogar mit dem Tod. Die Göttin, die so viel Wert auf ihre Jungfräulichkeit legte, war ursprünglich eine Fruchtbarkeitsgöttin und wurde bei Hochzeiten oder Geburten angerufen. Später übernahm sie auch die Funktion der Mondgöttin.

Diana, der römische Mythos

Altitalienische Göttin, die Mondgöttin, Göttin der Frauen, der Sklaven, der Wälder und der Jagd zugleich war. Sie wurde schon früh mit der griechische Artemis gleichgesetzt. Quelle

Dieselbe Waffe, natürlich mit Lutz Möller Geschossen bestückt, die noch vor 4 Wochen in Afrika sehr erfolgreich mit einem kalibergroßen Ein- und Ausschuß Zebra, Oryx und Kud streckte, erlegt hier im guten alten Deutschland Füchse, über die sich jeder Präparator, aufgrund der lediglich zwei 8 mm großen Löcher im Balg freuen würde. Ich bin der festen Überzeugung, das Möllersche 8 mm Geschoß aus der Deutschen Magnum kann auch meinen Büffeltraum erfüllen.

LM: Ich auch!

Da aber leider die wahrscheinlich aus der „Bleizeit“ herrührenden Vorschriften in Tansania, einen Mindestgeschoßdurchmesser von 9,5mm vorschreiben, wird dies wohl so nicht möglich werden.

LM: Umstempeln!

Abschließend bleibt nach all dem nur festzustellen, wer „Eine für Alles“ sucht, ist mit der guten alten Deutschen Magnum, natürlich mit Lutz Möller Geschossen befüttert, im Bereich zwischen 20 und 300 m und wenn´s der Schütze und der Rest der Ausrüstung hergibt auch noch weiter, bestens gerüstet.

Ach ja, eins noch. Beim ersten Fuchs hatte ich doch glatt die Ohrstöpsel vergessen. Mit Deiner hdp-Bremse zu schießen, ist immer wieder eine Schau, aber für ungeschützte Ohren ist das nicht zu empfehlen.

In diesem Sinne warte ich sehnsüchtig auf den bestellten Feuerschlucker und

verbleibe mit einem kräftigem Waidmannsheil, Sven M. 1. Juli 2007

Moin Sven,

Waidmannheil zu den hervorragenden Leistungen. Du hattest in Afrika auf große Tiere ja genügen Gelegenheit zu üben und Vertrauen zu gewinnen.

Wie immer neigen die weit beschossenen Tiere weniger zu flüchten, als die nahen. Auf die Entfernung sind Jungfüchse schon ganz schön klein. Man bedenke auch, bei dem Mauser 98 System handelt es sich um eine alte deutsche Militärwaffe, die für rauhen Feldbetrieb entwickelt wurde, nicht für Feinarbeit.

Möchtest Du Deinen Büchsenmacher hier empfehlen? Ich finde, der hat es verdient.

Das Lutz Möller Geschoß eignet sich bei guten Leistungen jagdlich eben für eine wesentlich größer Zielbandbreite, als man das über Jahrhunderte von der bleiernen Sippe gewohnt war. Da muß man umdenken, auch bei den 9,5 mm auf Büffel. Die sind nicht notwendig, sjedenfalls nicht mit dem Lutz Möller Geschoß. Wenn ich schreiben würde, aber wegen Nachrichtensperre bei Polizeiveranstaltungen nicht werde, wie das LM-105 auf sehr viel weiter Entfernungen als 276 m bei Schauerböen in den Bergen den Platz beherrschte, würde manch einer seinen Prügel in die Ecke schmeißen. Ich freu mich also, das es immer wider gute Schützen, die das Geschoß auch ausreizen können.

Siehe auch 6 mm Schweinchen | Forstbefehl Forstbefehl | Ferne Sauen mit der 8x68S und Weite Schüsse.

Gruß Lutz

Eine für Alles

Hallo Herr Möller,

bis jetzt bin ich noch immer nicht zum Laden der Lutz Möller Geschosse gekommen und kann Ihnen daher leider noch nicht berichten.

Um dem Abhilfe zu schaffen, habe ich lange hin und her überlegt und werde nun meine ganze BLASER-Armada verkaufen, mir statt dessen eine neue Sauer 202 in 8x68S zulegen. Diese wird dann letztendlich die Eine für Alles werden. Die Optik ist ein Zeiss Varipoint 3-12/56 Abs. 56.

Bezüglich der Lauflänge bin ich mir allerdings noch nicht schlüssig. Die Ausführung soll folgende sein: Mündungsdurchmesser 19 mm.

LM: Zu dick, zu schwer!

Welche Lauflänge sollte ich nehmen, die mit 60 cm oder 65 cm. Ich glaube leistungsmäßig werde ich bei der 60 cm Lauflänge wohl keinen Fehler machen nach dem Motto, besser kurz und schwer als lang und dünn, oder?

Es wäre super wenn Sie mir hierzu etwas an Info geben würden. Vielen Dank.

Waidmannsheil D. Schulz-Durst, Mittwoch, 25. Juli 2007 11:48

Guten Tag Herr Tag Schulz-Durst,

wählen sie für die 8x68S auf jeden Fall 65 cm Lauf, nie kürzer. Wenn Sie in 8 mm einen kürzeren Lauf wollen, müssen Sie eine kürzer Patrone (genauer, eine mit weniger Pulverraum) wählen, nämlich die 8x57IS.

Ein schwerer Lauf stört bei einer Jagdwaffe bei der Pirsch und speichert nur bei sportlichem bei Reihenfeuer mehr Wärme bis die Luft darüber zu flimmern beginnt. Das benötigt der Jäger nicht. Besser wählen Sie also einen dünneren Lauf.

Als Zielfernrohr empfehle ich das Schmidt 6 Bender 3 - 12 x 50 Zenith FD7

Waidmannsheil, Lutz Möller

Allrund-Jagdbüchse

Hallo Herr Möller,

zunächst vielen Dank für Ihre unverzügliche Antwort zu meinen Fragen bezüglich .204 Ruger und .17 Remington. Wenn man Ihre zahlreichen Seiten so durcharbeitet, kommt man eigentlich zwangsläufig auf die Gedanken, nicht mehr etliche verschiedene Jagdkaliber (und Waffen) zu führen, sondern Eine für Alles mit Ihrem Lutz Möller Geschoß. Bestens scheint mir (nach Ihren Ausführungen) dafür die 6,5x68 Patrone geeignet. Gründe:

LM: Das stimmt alles!

Ich denke (ganz entfernt) daran, eine Browning 1885 Blockbüchse entsprechend umrüsten zu lassen (70 cm Match-Lauf) und alle meine sonstigen Büchsen zu veräußern. Ich bitte um Ihre Meinung und Ihren Rat zu folgenden Fragen:

Würden Sie zuraten, vor allem im Hinblick auf meine Steyr Pro Hunter in .300 Win Mag mit Lutz Möller Geschoß (auch Allround)?

LM: Ich kenne die Browning 1885 Blockbüchse nicht. Zu der Waffe kann ich mich daher nicht äußern.

Wenn ja, welcher Drall (Lutz Möller Geschoß), welche Lauflänge (Minimum, Maximum) in 6,5x68?

LM: 6,5 mm Drallänge 200 - 250 mm. 6,5x68 Lauflänge 65 - 75 cm!

Ich glaube, irgendwo auf Ihren zahlreichen Seiten gelesen zu haben, daß sich bei einer 6,5x68 unter gewissen Bedingungen der Rück- und Hochschlag mit Ihrer HDP-Bremse (übrigens auf meiner .300 WinMag installiert, sehr wirksam) nahezu ganz wegnehmen läßt. Wenn das stimmt, unter welchen Bedingungen (Lauflänge, etc.)?

LM: Leichtes Geschoß, viel Pulver und meine hdp-Bremse (keine Nachahmungen)

Nochmals vielen Dank für Ihre Antwort.

Gruß, Gerhard Birklein, Montag, 22. Oktober 2007 19:46

HILFE bei Lauflängen für 7x64 und 6,5x68

Guten Tag Herr Möller,

Als angehender Jungjäger bin ich Ihrer Seite bereits seit Monaten verfallen. Auf Ihre breite Erfahrung stützend, konnte ich meine Ratlosigkeit nach zahllosen Abenden vor dem Bildschirm nun auf zwei für mich passende Jagdpatronen eingrenzen. Meine Entscheidung fiel auf die 7x64 oder die 6,5x68, aus denen ich natürlich Lutz Möller Geschoß verschießen werde. Ich habe nun vor mir einen neuen, guten Repetierer zu kaufen. Die Optionen sind für mich auf den ersten Blick entweder eine Sauer 202 oder eine Mauser M03, da ich mir gern die Möglichkeit zum einfachen Laufwechsel offen halten möchte.

LM: Warum?

Die von Ihnen empfohlene Mindestlauflänge für die 7x64 betragt 60 cm, besser sind jedoch 65 cm.

LM: Ja!

Der kürzeste mögliche Lauf für die 6,5x68 sind 65 cm, besser sind jedoch 68 cm oder sogar mehr.

LM: Ja.

Nun beginnt aber erst die eigentliche Problemstellung. Mauser bietet die M03 bereits nur in 7x64, aber nicht in 6,5x68. Der Lauf der Standard-M03 in 7x64 mißt 60 cm.

LM: Geht noch!

Sauer führt die 202 sowohl in 6,5x68, als auch in 7x64 in ihrem Sortiment, diese jedoch nur mit Läufen von 65, resp. 60 cm.

LM: Geht auch noch!

Muß ich mir hier also eine Sonderanfertigung machen lassen?

LM: Nein.

Ich bin auch gern bereit andere Hersteller zu wählen. Welche Repetierer bieten von der Stange die 7x64 in 65 cm oder die 6,5x68 in 68/70cm ?

LM: Leider will der Zeitgeist die Läufe absägen. Das ist zu bedauern.

Unter dem Strich ist das für mich nicht nachvollziehbar und verwirrt. Verstehen Sie: Ich habe keine Lust mir mit Tausenden von Franken nur einen Kompromiß zu erkaufen! Ich glaube aber auch weder, daß Sauer und Mauser suboptimale Lauflängen für ihre Büchsen verkaufen

LM: Oh doch!

(nach hunderten von Jahren Büchsenmachererfahrung sollte das jedenfalls nicht so sein)

LM: Nein.

. . . noch glaube ich, daß ihre Ausführungen unstimmig sind. Könnten Sie hier bitte klärend eingreifen ?

Noch eine kurze Frage: Wie bewerten Sie Büchsen mit der Möglichkeit zum Laufwechsel?

LM: An sich ein gute Sache, nur immer mit Aufwand verbunden. Nach jedem Wechsel müssen Sie erst einige Setzschüsse abgeben und dann die Waffe neu einschießen!

Kommen da Wechsellauf, Ersatzzielfernrohr und neuer Verschluß nicht teurer als eine neue Büchse?

LM: Möglich. Fragen Sie die Anbieter!

Oder ist die Take-Down Fähigkeit der Büchsen in Wirklichkeit nur eine Möglichkeit zum einfachen Transport der Waffe ?

LM: Nein, sie hilft unausgegorene Käufe zu tätigen, weil Sie sich gedanklich ja nicht festlegen. So verkaufe die Hersteller mehr (ggf. sinnlose) Läufe. Ich reise mit Langwaffen um die Welt. Waffen sind lang, Koffer sind schwer und Reisen sind teuer. So ist das und damit kann man leben. Ich benötige keine Klappwaffe, Sie?

Eine letzte Frage habe ich noch: Die 7x64 möchte ich nicht zuletzt führen, da mit ihr auch in Frankreich gejagt werden darf. Bei der 6,5x68 bin ich mir nicht sicher. Haben Sie zufällig einen Link zu erlaubten und verbotenen Patronen für die Jagd in Frankreich ?

LM: Früher waren Militärpatronen in Frankreich verboten, aber das Verbot ist, glaube ich, inzwischen gefallen. Fragen Sie die französische Botschaft in Deutschland

Besten Dank für Ihre Antworten &; Waidmannsheil, Thomas J., Montag, 22. Oktober 2007 21:59

Büchsenmacherempfehlung

Hallo Lutz,

wie ich Dir schon gestern am Telefon sagte, habe ich vor, mir meine Wunschkanone zu bauen bzw. bauen zu lassen. Kannst Du mir einen vernünftigen Büchsenmacher empfehlen, der auch bereit wäre, meine Wünsche zu realisieren (und nicht mir versucht eine 30-06 aufzuschwatzen)?

LM: ja, einige, siehe Bremsenabau !

Vorzugsweise sollte er im Raum Stuttgart sitzen, ist aber im heutigen Kommunikationszeitalter, keine Bedingung. Er sollte mich auch „leben lassen“, da ich noch ein wenig bis zur finanziellen Freiheit brauche☻.

Darf ich Dich dann noch etwas nerven, wenn es konkret wird, wie z.B. wenn ich mir über das Kaliber im klaren bin, mit optimaler Lauflänge, Dralllänge ö. ä.?

LM: Patrone 8x68S, 280 mm Drallänge, 65 cm langer Lauf!

Herzliche Grüße von Rainer , Freitag, 11. Januar 2008 13:32

Urvertrauen in Waffe und Munition

Hallo Herr Möller,

da anscheinend meine Hemmschwelle Beiträge für Ihre Seite zu liefern gefallen ist, sage ich

„Für Nörgler wird es nie die ideale Waffe oder die ideale Munition geben.“

Viele meiner Jagdkollegen schießen seit Ihrer Jagdprüfung mit der gleichen Waffe und dem gleichen Geschoß, wenn auch mal ein Schuß danebengeht oder ein Stück Wild weiter flüchtet als gewohnt. Der Grundton ist „Ich bin zufrieden und habe ein Urvertrauen in Waffe und Munition“.

Jene belächelte ich früher, da ich eine gehetzte Seele war. Nur ein schlechter Treffersitz oder eine mir unzureichende Wirkung des Geschosses, trieben mich früher mich zu Waffentäuschen, Kaliberwechseln, Geschoßwechseln, usw. usf. Heute beneide ich Sie darum, denn hätte ich mich auch schon früher auf ein gewisses Urvertrauen eingelassen hätte, dann hätte ich mir viel Geld erspart.

Tatsache ist, die meisten Waffen schießen und viele Geschosse sind jagdlich einigermaßen brauchbar. Das wichtigste ist sich an eine Waffe zu gewöhnen um sie zuverlässig bedienen zu können. Wenn dann die Schußleistung (des Schützen) paßt, um die von Ihnen so oft erwähnte richtige Zielwahl (wobei ja jedem selbst überlassen bleibt, ob er knapp hinter das Blatt oder auf den Träger schießt) umsetzen zu können, wird er auch bald sein Geschoß dazu gefunden haben.

In meinem Fall sind das die 5,6x50R mit 3,24g TMS von RWS für Raubwild und Raubzeug (jetzt fallweise auch Rehwild. Früher habe ich alles Rehwild damit erlegt).

Die 6,5x57R mit Ihrem Geschoß ist für alles in meinen Breitengraden jagdbare Wild meine Lieblingswaffe!

Die 7x65R mit Ihrem KJG alt für alles in meinen Breitengraden jagdbare Wild. (Ich werde die Waffe aber verkaufen, da ich immer zur 6,5x57R greife).

Wegen nachttauglichem 8x56 Zielfernrohr die .30-06 Patrone derzeit mit 9,7g TIG RWS für Schwarzwild.

LM: Vermutlich oft ohne Ausschuß!

Ich werde aber auf Grund meiner guten Erfahrungen auf das Lutz Möller Geschoß umsteigen.

Ja und jetzt soll doch mal ein Stück Wild weiter laufen oder ein Schuß nicht dort sitzen, wo ich Ihn gern hätte. Macht nichts, sage ich, denn ich bin zufrieden und kann mich auf die Jagd und die Natur besinnen. Ich jage derzeit meist im Wald. Dort habe ich, wie ja in 6,5x57R KJG Erfahrungen beschrieben, bereits einige Erfahrungen mit dem Lutz Möller Geschoß gemacht. Ergänzend dazu möchte ich anfügen, noch kein Stück Wild ob mit 7x65R oder 6,5x57R ist geplatzt, hatte große Ausschüsse oder ist übermäßig weit geflüchtet, ganz gleich bei welcher Treffpunktlage, die kann man sich im Wald nicht immer so aussuchen (Waidgerecht ist natürlich Grundvoraussetzung). Mit so einem Grundvertrauen in eine Waffe und die Munition ist schön zu jagen und sind auch Schüsse, wie auf den im Beitrag 6,5x57R KJG Erfahrungen beschriebenen Keiler möglich. Mit Mut geht eben alles von selbst. Das letzte, daß ich möchte, ist Anderen die auch so ein Urvertrauen in Ihre Waffen haben, mein Kaliber oder meine verwendeten Geschosse einzureden oder als alleinige Wahrheit anzupreisen. Daher verteufle ich auch nicht jegliche anderen Kaliber, Munition oder Geschosse. Ich bin mit dem, das ich verwende, zufrieden. Das genügt mir.

Hätten RWS, Hirtenberger, S&B, . . . eine solche Plattform wie Sie haben, möchte ich nicht wissen, welche Beiträge da kämen.. (Mein Stück Wild ist mit dem soooo umworbenen Geschoß für Augenblickswirkung 40 m geflüchtet, obwohl ich nahe der Reviergrenze solche Flucht nicht brauchen kann)

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg, Franz Gruber , Freitag, 11. Januar 2008 12:52

Kaliberfrage

Hallo Hr. Möller,

Ich sende Ihnen meinen Glückwunsch zu ihrem Netzplatz - Sie beantwortet viele Fragen, es werden aber auch neue aufgeworfen. Ich jage sehr universell, d. h. hauptsächlich Rehwild im Eigenrevier, spärlicher Schwarzwild (bei Ansitz u. Drückjagd), Gams- und Rotwild. Ihre Einwände bezügl. der .30-06 Patrone kann ich nachvollziehen, ich bin ebenfalls in die Büchsenmacher-Universalwaffe-Jungjägerfalle getappt und habe mit dieser Patrone keine besonders beeindruckenden Erfahrungen gemacht.

Nun zu meiner Frage: aus obigen Gründen bin ich gerade dabei meinen Gewehrkasten neu zu füllen und würde mich über Ihre Meinung zu diesem Thema freuen.

  1. Z. Zt. führe ich - wie oben bereits erwähnt - eine Rößler Titan 06 im Kal. .30-60. Mit der Waffe an sich bin ich sehr zufrieden. Sie besitzt allg. ein Wechsellaufsystem mit Lauflänge 56 cm bei den Standardkalibern. Bei Magnumkalibern und auf Sonderwunsch 61 cm Länge. Nun will ich mir, nicht zuletzt aufgrund Ihrer Empfehlungen, einen Wechsellauf im Kal. 6,5x65 anschaffen. Allerdings gibt es diesen Lauf nicht mit 65 cm Länge sondern auf Sonderfertigung eben nur mit 61 cm und einer Dralllänge von 200 mm. Ist das aus Ihrer Sicht noch sinnvoll, oder ist der Lauf zu kurz?

    LM: Ja, dann besser 7x64!

    Verwenden will ich die Waffe auf Gams und Rotwild. Ob es auch die geeignete Waffe auf Schwarzwild (kurze Schußweiten beim Nachtansitz) oder bei Riegeljagden ist, bin ich mir nicht sicher. Ist die 6,5x65 die bessere Universalwaffe (gibts die überhaupt)?

    LM: die 6,5x65 ist ein Patrone, keine Waffe.

  2. Für Rehwild und Raubzeug will ich mir eine 5,6x50 R Magnum BBF mit 16/70 zulegen. Ich bin vorrangig in einem Waldrevier unterwegs, daher Schußdistanzen eher bei 50 m als bei 200 m. Ist bei diesen Schußweiten der Einsatz von Lutz Möller Geschoß aus Ihrer Sicht sinnvoll? (ich lese manchmal von mangelnder Wirkung des KJG bei Kurzdistanzen)?

    LM: Ja!

    Für mich sind kurze Fluchtstrecken wichtig, da ich ohne Hund jage(n muß).

    LM: aus der Nähe bieten sich dazu Kopf- und Trägerschuß an. Dabei kommt es fast gar nicht auf die Patrone, schon auf das Geschoß aber ungemein auf den Schützen an.

    Natürlich will ich dabei auch eine möglichst Höhe Wildbretschonung.

    LM: Zu Ziehlwahl lies auch Lies auch Lutz Möller Geschosse wirken anders | KJG Genauigkeit | Hindernisse und Zweige | Wassertank | Naßpapier

  3. In Zusammenhang mit obiger Frage: ich habe auch die Möglichkeit, von einem Bekannten eine gebrauchte Mauser im Kal. 6,5x57 zu erwerben. Würden Sie diese Waffe anstelle der 6,5x65 auf Gams nehmen und die .30-06 für Sauen und Rotwild (nach Umstellung auf Lutz Möller Geschoß) weiterverwenden? Zumal ich hier nicht unbedingt eine große Reichweite brauche und der Nachteil der geringen GEE bei diesem Kaliber durch die Verwendung eines Lutz Möller Geschoß etwas gemildert werden könnte.

    Sie bekommen täglich sicher viele Fragen zu diesem Thema, es würde mich trotzdem freuen, von Ihnen zu hören. Vielen Dank gleich mal vorweg für die Unterstützung und ein kräftiges

Waidmannsheil aus Österreich, Christoph Kapeller / Salzkammergut , Montag, 14. Januar 2008 15:29

Herr Kappeler,

wenn Sie sich verzetteln, lernen Sie nie eine Waffe wirklich zu beherrschen. Wenn unbedingt Sie mehrere Jagdpatronen wollen, empfehle ich nur Schwesterwaffen mit gleichem Schaft und Abzug zu erwerben. Alles andere ist Mumpitz! Für die Gamsjagd benötigen Sie die gestreckteste Flugbahn die sie kriegen können. Ohne mindestens 65 cm langen Lauf gibt es die nicht. Wenn Sie also Gemsen erbeuten wollen brauchen Sie einen Flitzer. Im Wald stört der nicht. Das kann der mit dem Lutz Möller Geschoß auch.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Anfragen, auch Bremsen oder Feuerschlucker oder Schalldämpfer anzubauen siehe hier bei Bremsenanbau!

Entscheidungshilfe

Guten Tag Herr Möller,

Ihre Webseite nannte mir ein Bekannter. Die hervorragende Aufmachung und die fachliche Kompetenz haben mich beeindruckt. Ebenso die geduldige Beantwortung der Fragen der vielen Ratsuchenden.

LM: Danke!

Dies zusammen ermuntert mich, Sie um eine Entscheidungshilfe zu beiden nachstehenden Punkten zu bitten:

LM: Ich ahnte das schon!

1. Für meine mich meistens liebende mitjagende Gattin soll ein Repetierer her (bislang führt sie eine leichte BBF von Krieghoff in 7 x 57 R aus den 60ern; ein sehr Schöns Teil). Deshalb gingen die Überlegungen in Richtung einer Sauer 202 Highland. Wegen des geringen Gewichtes (2,7 kg) und des kurzen Laufs (51 cm) dachten wir zunächst an eine .308. W. Nach gestriger längerer Lektüre Ihrer Webseite könnte aber meines Erachtens bei Einsatz des Lutz Möller Geschoß doch auch ein anderes / besseres Kaliber in Frage kommen; Einsatzbereich: im eigenen Revier auf Reh + Sau + Fuchs i. d. R. Schußentferung von max. 150 m. Was können Sie mir raten?

LM: Ein gewöhnlich langen Lauf, soll heißen 60 cm, und z. B. die 7x57 Mauser, also im gewissen Sinne die Schwester der alten Bekannten Ihrer werten Frau Gemahlin.

2. Ich führe seit einigen Jahren eine sehr Schön Sauer 202 in .30-06 (vorher eine Sauer 80 8 x 68s, die mich zuletzt das Mucken lehrte, daher der Wechsel bei der neuen Waffe).

LM: Da hilft kein andere Waffe, sondern vielleicht eine Entmuckung, am besten ein Schießlehrgang beim Flintenschützen Gregor- Schmidt-Colberg.

Nach Besuch des Sauer-Standes auf der diesjährigen Jagd &; Hund überlegte ich, mir einen kurzen (Stummel) Lauf in 9,3x62 dazu zu kaufen für alle Tage des Jahres auf Reh + (Drückjagd) Sau etc. und für die herrlich anstrengende Jagd auf Gams - von denen ich, solange ich noch gut kraxeln kann, einige erleben möchte, den .30-06er Lauf mit einem leichteren Geschoß (bislang Winchester FailSafe 11,7 gr) einzusetzen.

LM: Werden Ihnen die Gemsen an der Wand vor Ihre Jagd vorher angebunden, daß Sie mit dem lahmen Ding damit so nah herankommen. die .30-06 ist doch keine Bergpatrone. Da wollen Sie Flitzer, z. B. eine .220 Swift Kurzdrall, 5,6x57 Kurzdrall, 6x62 Frères, 6,5x68 oder 7 mm Rem. Mag mit geeignetem Lutz Möller Geschoß.

Nach dem ich Ihre Ausführungen gelesen habe ( 1 Lauf = 1 Geschoß) zweifle ich auch hier etwas an der angedachten Vorgehensweise.

LM: Gut so!

Die von Ihnen bevorzugte 8 x 68s verhält sich aussagegemäß mit dem Lutz Möller Geschoß und ggfs. einer Rückstoßbremse ja ganz handzahm.

LM: so ist das!

In meiner Sauer Medium kann ich diesen Magnum-Lauf aber wohl nicht einsetzen, oder?

LM: Das fragen Sie besser Sauer!

Welche sinnvolle Alternative ist aus Ihrer Sicht gegeben?

LM: Z. B. ihre alte Sauer 80 in 8x68S zurückzukaufen und entweder so wie Sie ist zu benutzen, oder einen 6,5x68 Lauf einzuschrauben (ist einfach zu wechseln). Mit hdp-Rückstoßbremse ist die 6,5x68 mit fast rückstoßfrei.

Für einen fachmännischen Rat wäre ich sehr dankbar. Und zuletzt: erhalte ich über Sie komplette Patronen oder nur Geschosse ? Ich bin kein Selbstlader.

LM: Ich verkaufe keine Munition. Das macht nur der Wiederlader.

Herzlichen Dank im voraus und viel Waidmannsheil im neuen Jagdjahr

Wolfgang Schäfer, Sonntag, 30. März 2008 14:50

Lutz Möller 18. Januar 2008,

Andenken

Gott zum Gruße Herr Möller,

ich lese nun seit einiger Zeit mit großem Anteil Ihre Internetseite und bin begeistert.

LM: Danke!

Die Vielzahl der Menschen mit Ihren verschiedenen Bedürfnissen bei der Jagd zeigt mir, das Waidwerk wird doch noch ernst genommen.

Seit einiger Zeit überlege ich nun mir einen Repetierer zuzulegen, konnte aber bis dato noch keinen geeigneten mir zusagenden finden. Nun ergab es sich das ein älterer Waidgenosse seine letzte Reise angetreten hat. Mir wurde nun, ( ich hatte schon gar nicht mehr daran gedacht) ein Repetierer aus seiner Sammlung angeboten. Um es kurz zu machen. Steyr Puch Mannlicher 8x68S Lauflänge 65 cm. Optik Zeiss 2,5x10x50 T.

LM: So einer?

Jägerherz was willst du mehr. Alter etwa 20 Jahre. Der Zufall wollte es, das ausgerechnet der Büchsenmacher meines Vertrauens diese Waffe als Neuwaffe vor vielen Jahren an diesen Waidgenossen verkauft hatte. Die Waffe wurde von Ihm untersucht und er versicherte mir aus dieser Waffe seien nur etwa 50 Schuß abgegeben worden, da er Ihn die ganzen Jahre sozusagen mit begleitet hatte. Die Waffe ist trotz Ihres Alters in einem erstaunlich guten Zustand. Ich denke ein Richtiges Schnäppchen. Es sind noch ein Paar Schuß alte Munition dabei. 14,5g und 11,7g. Ich erinnerte mich natürlich sofort an die vielen Beiträge über die 8x68S KJG. Nun mein Anliegen.

Wo kann ich fertige KJG-Plastikspitzmunition beziehen?

LM: Von der Lutz Möller GmbH

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich freuen. Bitte behandeln Sie meine Anfrage diskret und nennen Sie nicht meinen Namen da ich meine Geschäftsadresse als E-Mail nutzen muß, weil ich keinen eigenen Computer besitze.

Ich wünsche Ihnen für das kommende Jagdjahr reichlich Anblick und allzeit einen guten Schuß.

Mit einem freundlichen Gruß, Waidmannsheil und fette Beute aus dem Allgäu, Oliver. W., Mittwoch, 9. April 2008 07:27

Begeisterung

Sehr geehrter Herr Möller,

zunächst möchte ich Ihnen meine Begeisterung für die hdp-Rückstoßbremse mitteilen. Es handelt sich zwar nur um das Kaliber 6,5x55SE, aber die Waffe schießt sich weicher als meine Steyr .222 Matchbüchse. Man sieht das Wild genau zeichnen, so ruhig liegt die Waffe im Schuß.

Ich möchte aber dennoch deutlich bemerken, selbst bei 6,5x55SE ist ohne Gehörschutz zu schießen nicht zu vertreten ist. Bei einem Schuß aus einer Kanzel ohne Dachüberstand klingelte mir das linke Ohr 2 Tage (Rechtsschütze), bei einer Schußabgabe beim Pirschen klingelte mir das linke Ohr dann einen Tag. Seitdem habe ich mir angewöhnt einen elektronischen Gehörschutz vor der Schußabgabe zu tragen. Wirklich empfehlenswert MSA Sordin Supreme pro (www.shop-klk.de).

Mit dem Blaser R93 Jagdmatchausführung konnte ich seither mit dem Lutz Möller Geschoß 3 Überläufer und 3 Böcke erlegen. 4 Stücke Wild lagen im Feuer, zwei Böcke liefen eine Fluchtstrecke bis 15 m. Bei drei Stücken bildeten geringste Blutergüsse, bei den anderen Stücken im mittleren Bereich. Alles Wild wurde breitstehend beschossen, knapp hinters Blatt, Herz oder große Blutgefäße wurden immer mitgetroffen. Das Wild schweißte extrem gut aus, weit besser als mit Nosler-Partition-Geschossen. Der Schweiß erscheint mit deutlich dünnflüssiger!?

LM: Vielleicht aufgrund der Schnelle?

Sommer-Fuchs auf 130 m Blatt, fiel und lag im Feuer, Einschuß = Ausschuß (Balg wäre verwertbar gewesen).

Die Ballistische Kurve ist identisch mit Ihrer Tabelle.

LM: Danke für die Bestätigung. Was und bis wohin prüften Sie?

Nun, da gerade alle meiner Freunde auf Lutz Möller Geschoß umgestiegen und davon überzeugt sind, lese ich heute im Jäger (Baden Württemberg): „EVA setzt sich durch! Brandenburg stoppt Jagd mit zeitgemäß er Munition.“

Durch das Studium Ihres Internetforums ist mir ist das Verhältnis der DEVA zu Ihnen und Ihren Entwicklungen bekannt, doch würde mich jetzt schon Ihre fachlich sachliche Meinung zu dieser Angelegenheit interessieren. (Welches Fabrikat der zitierten Unglücks-Fälle?)

LM: Der gewisse Unfall trug dem Vernehmen nach im Jahre 2000 zu. Der Unglücksschütze erschoß seinen Ansteller in einem Buchenwald mit einem Hirtenberger-ABC-geschoß, daß nun nicht zeitgemäß , sondern nur bleiarm ist. Der angebliche Schuß auf ein Reh, daß aber gefehlt wurde, durchschlug zunächst eine ~ 15 cm Stange, dann eine weiter Buche (Größe unbekannt) und streift dann ein weitere, bevor es durch den Unterarm (vermutlich am Gewehrriemen des geschulterten Gewehres) in die Brust des Anstellers eindrang und dort (ihn tötend) stecken blieb. das Geschoß soll nicht „angesprochen“ haben. Ob der Tote amAnschuß fiel oder noch eine Fluchtstrecke zurücklegte ist nicht bekannt. Gelegenheit hätte er dazu gehabt. Die Aussage ist unabdinglich erforderlich, um zu beurteilen, ob das Geschoß, wie behauptet, rechtwinkelig abprallte.

Ich werde demnächst in dieser Hinsicht mit dem Lutz Möller Geschoß einige Versuche mit Holz anstellen und ggf. über Abpraller berichten.

Es ist schon wunderlich, daß so eine Aktion bei Flintenlaufgeschossen noch nicht gestartet wurde.

LM: Ich finde erstaunlicher, das gerade jetzt, nach 8 Jahren, darüber berichtet wurde. Statt über die Geschosse zu reden, sollte dem Schützen der Kopf gewaschen werden (oder etwas anderes damit gemacht werden), der in die Richtung seines Anstellers geschossen hat. Der Mann schoß ohne sicheren Kugelfang in Richtung eines Menschen. Das war der Fehler, nicht das Geschoß. Die Handlung verantwortet immer nur der Schütze, nie das Geschoß!

Mit freundlichen Grüßen, H. Baur, Mittwoch, 30. Juli 2008 14:21

Immer wieder die Kaliberwahl

Hallo Herr Möller!

Ich lese seit Wochen auf ihrer Seite und bin beeindruckt. Trotzdem möchte ich ihnen einige Fragen stellen.

Ich möchte mir in nächster Zeit eine Jagdwaffe kaufen. Bei der Waffe bin ich mir sicher, Sauer 202 mit Kunststoffschaft.

Bei der Geschoßwahl habe ich mich für ihr Lutz Möller Geschoß entschlossen, da ich darüber nur das Beste gehört habe und ich besonders von der Präzision beeindruckt bin. Ich selbst habe eine Remington 700 im Kaliber 7 mm Rem Mag (bis jetzt nur sportlich), mit der bereits Streukreise von 16 mm auf 300 m (3Schuß) realisiert werden konnten. Allerdings wurde dabei kein Jagdgeschoß, sondern ein Berger 180grs HPBT-VLD verwendet.

Auf ihrer Website bin ich allerdings auf ein Bild gestoßen, worauf 2 Schuß Loch in Loch auf 300m im Kaliber 8X68S, mit dem KJG erzielt wurden und das hat mich endgültig überzeugt vom ersten Schuß an ebenfalls die KJG für meine zukünftige Jagdwaffe zu verladen, denn auch die Streukreise anderer Kaliber haben sehr gut ausgesehen.

LM: Siehe Möller-Genauigkeit # 300m: Zwei Schuß, ein Treffer. Das reißt einen schon vom Hocker! Was?

Leider bin ich mir bei der Kaliberwahl, Lauflänge, Laufdurchmesser nicht ganz sicher. Einsetzen möchte ich die Waffe auf Fuchs, Reh/Rotwild, Sau ggf. auch Gams und Elch.

Meine erste Überlegung war mir die Waffe in .30-06 oder 300Win Mag zuzulegen, wegen der Geschoßauswahl im Kaliber .30. Nach stöbern auf ihrer Seite wäre aber 8X68S oder 7X64 besser geeignet, wobei ich eher zur 7X64 tendiere.

Meine Frage auf der Suche nach der geeignetsten Einheitspatrone ist, ob man mit der 7X64 für alles o. g. Wild ausreichend gut gerüstet wäre (auch im Punkt weite Schüsse), insbesondere wenn man einmal auf Fabrikmunition zurückgreifen müßte,

LM: Muß man nicht!

. . . denn da werden in 7X64 mehr Geschoßtypen als in 8X68S angeboten, oder ob man doch zur stärkeren 8X68S greifen sollte.

LM: Von der 7 mm Rem Mag kommend ja!

Bei der Lauflänge wären 65 cm für alle o.g. Kaliber wohl die beste Lösung und Läufe mit 60 cm nur mit Abstrichen zu empfehlen.

LM: Ja.

Da ich vom sportlichen Schießen so geprägt bin das ich auch von einer Jagdwaffe verlange, daß diese auch nach 5 Schuß keine Treffpunktverlagerung aufweist, stelle ich mir die Frage des Laufdurchmessers?

LM: Falsch. Sie sollen das Tier mit dem ersten Schuß am richtigen Fleck treffen, nicht mit dem fünften.

Reicht dazu der Standardlauf von Sauer (16 mm) aus, oder sollte man ggf. auf den Lauf mit 19 mm setzen.

LM: Nein.

Mir ist klar das sie diese Fragen schon zu genüge beantwortet haben, aber ich erhoffe mir ein auf mich persönlich abgestellte Empfehlung.

LM: Lies Jagdpatronenwahl!

Vielen Dank, S. B., Donnerstag, 31. Juli 2008 14:31

P. s. Ich bitte sie meine persönlichen Daten nicht auf ihrer Seite anzuzeigen.

Sauer 202 oder Mauser 03

Sehr geehrter Herr Moeller

wie schon öfters, verbringe ich mal wieder eine schlaflose Nacht vor Ihrer Seite mit Überlegungen für was für eine Waffe und Kaliber ich mich entscheiden soll. Stand der Dinge ist, ich möchte mich von zwei Waffen trennen (Steyr Mannlicher Classic M 9,3x62 und Ruger No.1 .270 Win) und mir dafür einen Repetierer kaufen. Grund ist hauptsächlich, daß ich nicht zu viele verschiedene Systeme haben will. Ich jage hauptsächlich auf Rehwild, aber Rotwild und Sauen können auch immer wieder vor kommen. Vielleicht können Sie mir ja noch ein Rat geben, der mich ein Stück weiter bringt, solange werde ich noch ein bißchen auf Ihrer Seite schmökern.

Vielen Dank für die Hilfe, Waidmannsheil, Uli Finkbeiner, Samstag, 16. August 2008 01:36

Tag Herr Finkbeiner,

ich schieße beide Waffen nicht selbst, höre aber immer wieder von Jägern, die eine der beiden haben, daß die zufrieden sind. Welche Ihnen nun besser liegt, kann ich nicht entscheiden. Da müssen Sie die Gewehre schon mal selbst in die Hand nehmen. Der Lauf schießt, aberde Schaft trifft, sagt man. Das ist also ein Frage, wie Ihre Maße und die der Waffen zusammenpassen, die Ihnen niemand abnehmen kann.

Dann lesen Sie bitte Jagdpatronenwahl

Waidmannsheil, Lutz Möller

Jungjägerfrage zur Ausrüstung

Hallo Herr Möller,

ich studiere seit einiger Zeit aufmerksam ihre Webseite und muß sagen, dies ist die beste Seite, die ich je zum Thema Jagd gesehen habe. Sachlich neutral und absolut nüchtern wird darin über relevante Themen informiert, meine Hochachtung! Genau
aus diesem Grunde möchte ich mich mit meiner Frage auch an Sie anstelle irgenDeines Büchsenmachers wenden, da ich den Eindruck habe, Sie böten ziemlich jeden Büchsenmacher an Wissen locker die Stirn.

Nun zu meiner Frage: Ich stehe davor mir meine erste Waffe zu kaufen, und habe mich für einen Repetierer entschieden. Infrage kommen Mauser 03 oder Heym SR 30. Diese gefallen mir beide außerordentlich gut, jedoch kann ich mich nicht so recht entscheiden, und wollte Sie bitten mir einen kleinen Denkanstoß zu geben.

LM: Nehmen Sie die in die Hand, schlagen die an und fühlen, was ihnrn von den Maßen besser liegt.

Als Glas habe ich bereits ein Swarovski Habicht 2,5-10x56 mit Leuchtabsehen günstig erwerben können.

LM: Sicher gut und allgemein einzusetzen!

Ebenso im Unklaren bin ich mir über das Kaliber. Ich jage hauptsächlich auf Rehwild, jedoch habe ich auch des öfteren die
Gelegenheit auf Sauen gehen zu können. Kalibertechnisch muß ich also den Spagat zwischen so leicht wie möglich und so stark wie nötig bewerkstelligen. Das Revier liegt hauptsächlich im Wald, jedoch sind auch Felder und Äcker dabei, auf denen auch schon mal auf 180 Meter geschossen wird. Deshalb scheiden für mich Schleicher wie die 9,3x62 aus.

Sie empfehlen ja als Allrounder eine 7x64, die auch von vielen meiner Bekannten geführt wird, jedoch jagen diese alle auf Hochwild. Meine Sorge bei diesem Kaliber liegt darin, leichtes Wild zu Brei zu schießen. Ich habe mein erstes Reh mit einer 7x64 geschossen, und auch aufs Blatt getroffen, soweit so gut. Das Stück lag im Feuer, was mich beim Anblick des Auschußes auch nicht weiter verwundert hat... Anscheinend muß das Geschoß, ein RWS DK, einen Knochen erwischt haben.

LM: Lies RWS DK und KJG wirken anderes. Das Geschoß verursacht die Wirkung, nicht die Hülse!

Mit diesem Schlüsselerlebnis entstand auch der Zweifel an diesem Kaliber auf kleineres Wild. Jedoch dürfte so eine Lage mit dem KJG eigentlich nicht mehr vorkommen, oder vielleicht doch?

LM: Nein. Lesen Sie 7x64 in Afrika 2007!

Daher habe ich die .270 Win. näher ins Auge gefaßt, da diese mit dem KJG laut den Erfahrungsberichten auf ihrer Seite auch hochwildtauglich ist.

LM: .270 Win und 7x64 sind fast gleich. Dabei bevorzugen wir hier in Deutschland die 7x64. Damit erlegen Sie hier alles alles und in Afrika das Meiste!

Allerdings fühle ich mich ein bißchen von der Fülle an verfügbaren Patronen erschlagen.

LM: Lies Jagdpatronenwahl!

Als Geschoß kommt für mich nach langstündiger Lektüre ihrer Seite nur das Lutz Möller Geschoß in Frage, da es einfach überzeugt und man sich nur wundern kann warum überhaupt noch was anderes verschossen wird.

LM: Ganz richtig!

Munition würde ich über einen von Ihnen empfohlenen gewerblichen Wiederlader beziehen, da ich selbst kein Wiederlader bin und auch nicht vorhabe einer zu werden. Bitte helfen Sie mir ein wenig mit diesen für viele alte Hasen wahrscheinlich lächerlichen Fragen.

Vielen Dank schon einmal für Ihre Mühen und noch einen Schönn Abend, Moritz R., Sonntag, 5. Oktober 2008 21:12

LM: Munition beziehen Sie von der Lutz Möller GmbH!

Hirnrissiger Schwachsinn

Hallo Herr Möller,

vielen Dank erst einmal für die schnelle Antwort! Ich werde im Laufe dieses Monats einmal beide Waffen in die Hand bekommen und mich dann entscheiden. Ein mir bekannter Büchsenmacher hat die Heym in der Ausführung Keiler (Lauflänge 50cm) in Kaliber 7x64 im neuwertigen Zustand auf Lager.

LM: Da soll der sinnlose Krach- und Flammstummel bloß verschimmeln!

Allerdings empfehlen Sie ja für die volle Nutzung der 7x64 (ich habe mich für diese entschieden nach weiterer Netzplatzlektüre) mindestens einen 60 cm Lauf.

LM: Nicht kürzer, besser länger!

Wäre es Ihrer Meinung nach überhaupt sinnvoll diese Kombination zu erwerben

LM: Nein, das wäre hirnrissiger Schwachsinn. Näheres siehe Jagdpatronenwahl und Stutzenlauf !

Oder sollte ich mir lieber gleich eine Neuwaffe mit 60 cm Lauf zulegen?

LM: Ja, mindestens 60 cm!

Allerdings könnte man die Heym ja auch gleich mit einer 7 mm Hdp-bremse versehen und das Problem so lösen?

LM: Nein eine vollkommen verkorkste Innenballistik kann auch ein noch so gute Rückstoßbremse nicht retten. Ich sage es noch mal und zum letzten Mal: Lesen und verstehen Sie Jagdpatronenwahl und Stutzenlauf !

Noch einen Schönn Nachmittag, Abend, Freundliche Grüße, Moritz R., Montag, 6. Oktober 2008 17:40

Kaliber- und Waffenfrage

Guten Tag Herr Möller!

Ich weiß, eine Universal-Waffe gibt es nicht:

LM: Dafür aber eine Einheitswaffe!

Ich würde aber dennoch Ihre Meinung hören. In nächster Zeit möchte ich mir einen neuen Repetierer zulegen (vermutlich Heym SR21 oder Steyr Mannlicher Classic). Ich hatte schon mal einen Heym Repetierer SR30, aber beim Nachladen gab es zu oft Störungen und nachdem niemand eine Lösung hatte, hab ich die Waffe verkauft, obwohl sie mir bisher am Besten gefallen hat. Wenn möglich (ist aber kein Muß) sollte die Waffe einen kurzen Lauf haben. Da ich meist vom Ansitz aus jage (kurze Entfernung - Wald) oder zur Drückjagen eingeladen bin, ist für mich wohl 8x57IS das richtige Kaliber?!

LM: Ja, 8 mm ist dafür ein passendes Kalber. 8x57 Is dafür die passende Patrone.

Ich hätte aber auch nichts gegen 7x64 / 30-06 o.ä.

LM:Nichts für kurze Läufe.

9,3x62 ist mir vermutlich zu derb.

LM: Kann, aber muß ja nicht sein. Mit der 8x57IS wählen Sie vernutlich die beste Lösung für ein kurzen ½ m Lauf!

1. Ich bin nicht der Größte und 2. sollte mit der Waffe auch das ein oder andere Stück Rehwild gestreckt werden.

LM: Das ist ein Frage des Geschosses, nicht des Kalibers und schon gar nichtder Patrone!

Bisher habe ich das Kaliber 7x64 (Mannlicher Schönauer GK - Lauf etwa65cm)) und 30-06 (die oben genannte Heym SR30 - Lauf 50 cm) auf den meisten Jagden geführt und bin eigentlich mit der 7x64 besser zufrieden gewesen.

LM: Falsch! Wir schießen hier in Deutschland, Österreich, Schweiz, Tirol, Slowenien, und so weiter vorwiegend metrische und davon wieder vorwiegend deutsche Patronen, die wiederum vorwiegend zwischen 6,5 und 9 mm Kaliber aufweisen. Die sog. „9,3“ segelt mit 9 mm Bohrung und 9,3 mm Zügen unter falscher Flagge, weil im Schießwesen das Kaliber, den Innendurchmesser eines Laufes (Rohres bei der Artillerei) bezeichnet. Dabei sind die Angaben der Patrone aber nur Namensteile, keine technisch genauen Angaben. Meine 8,5x64 Patrone weist z. B. 8,38 mm Bohrung = Kaliber und 8,58 mm Zug Ø  auf. Wie klingt das denn? „8,5“, „½“ oder „acht-ein-halb“ spricht sich leichter. Also benutze ich den Namen 8,5x64 mit 64 mm für die Hülsenlänge. Hier stimmt der Name mit der technsichen Wahrheit überein.

Munition oder Patronen als „Kaliber“ zu bezeichen ist seit dem allgemeinen Ende der Muskete, also vor gut 140 Jahren volkommen falsch und zeigt nur Ahnunglosigkeit an. Gängig sind hier 6,5 mm-, 7 mm-, 7,6 mm-, 8 mm S- und sog. 9,3 mm-Geschosse.

Ihre Ausführung über das Lutz Möller Geschoß und rasante Kaliber . . .

LM: Wieder falscher Ausdruck. Wenn Sie schnelle Geschosse mit geringem Vorhaltemaß meinen, aber sachlich richtig!

. . . für Drückjagden finde ich einleuchtend und würde mich bei meinem Vorhaben auch gern daran halten. Wie ist Ihre Meinung zu den Waffen und Kalibern bzw. wo könnte ich die fertig geladene Munition erwerben, da ich kein Wiederlader bin.

LM: Eine Schön kurze Waffe in 8x57IS baut Merkel mit der KR1

Mauser 98 links | Merkel KR1 8x57IS ½ m Lauf rechts. Uli ist auch klein

Die unterschiedlichen Längen sieht man gut!

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Gruß und Waidmannsheil! Thomas Steinbrink, Samstag, 8. Januar 2011 11:43

Welcher Repetierer?

Lies Einheitswaffe und Jagdpatronenwahl!

Guten Abend Herr Möller,

als erstes ein großes Lob für Ihren Netzplatz. Warum? Ich habe zum ersten mal das Gefühl, nicht verarscht zu werden.

LM: Oh!

Ich habe den ernsthaften Gedanken Ihre Munition zu verwenden. Aus diesem Grund, und aus dem Vertrauen von Ihrer Seite heraus frage ich Sie. Welchen Repetierer soll ich kaufen? Der Wunsch ist eine kurze, führige Waffe mit einem Kaliber für alles (Bayern Wald und Feld) vielleicht 8x57IS.

LM: Damit liegen Sie ganz richtig. Mit 216 m GEE, 251 m ± 5 cm Reichweite müssen Sie dann auskommen.

Als Waffe sind momentan in der engeren Auswahl Sauer 202 (ggf. Forest), Blaser R8 und Mauser 03.Welche dieser Waffen oder andere wurden Sie wählen, und mit welchem Kaliber und Lauflänge?

LM: Ich würde die Waffe wählen, die mir mir besten liegt. Das heißt, Sie müssen die in die Hand nehmen, anschlagen und abziehen. Ich kann Ihre Arme, Hände, Wange nicht kennen. Nur Sie fühlen, wie Ihnen die Waffe liegt. Darauf kommt es zu allererst an. Die drei genannten Waffen sind technisch auf der Höhe der Zeit. Die kann man kaufen. Eine Forest mit verkürztem dicken Lauf würde ich nicht wählen, sondern einen dünnen langen. Im Fall der 8x57IS, veträgt die Patrone auch kürzere Läufe (mindestens einen halben Meter).

Ich weiß, diese oder ähnliche Fragen sind nicht Ihr Gebiet (kein Waffenhändler). Dies macht aber für mich Ihren Rat sehr wertvoll.

Vielen Dank für Ihre Mühe, MfG, Josef Schweiger, Mittwoch, 6. Juli 2011 23:19

Reisegewehr

Grüß Gott, Herr Möller!

Seit einiger Zeit verfolge ich im i-net so diverse Seiten zur  Jagd. Selbst besitze ich verschiedene Waffen von .22 lfB Mag. über die Hornet bis zu den richtigen Jagdpatronen 7x57R, .308 Win, der guten alten 8x57 IS und schließlich einer .300 Wby.

Da ich demnächst mit dem Selbststopfen beginnen will (Fachkunde habe ich bereits), würde ich wohl auch einmal Ihr MJG (KJG ist wohl im Vergleich unterlegen bzw. überholt) . . .

LM: Ja.

. . . versuchen wollen. Allerdings tue ich dies nicht notgedrungen, mit der herkömmlichen Munition verschiedener Hersteller und Geschoßtypen konnte ich bisher doch auch immer erreichen, das ich beabsichtigte. Nun einige Fragen an den Erfinder:

Welche meiner Waffen Munitione empfehlen Sie für Versuche

LM: Die 7x57R

Haben Sie einen Liebling, der für alles taugt - warum

LM: Ja, Die beste Patrone ! Siehe da.

Wie muß die Waffe vorbereitet werden (ich las irgendwo, daß der Lauf ZWINGEND komplett entbleit werden MUß, bevor Kupfergeschosse (und damit wohl auch das MJG!?) verwendet werden können)

LM: Reinigen Sie vorher den Lauf!

Ist ein Wechsel zwischen K/MJG und herkömmlichen Mantelgeschossen (unter welchen Bedingungen) möglich.

LM: Wechseln können Sie immer. Es sind Ihre Waffen und es ist Ihr Geld, das Sie verballern. Ich rate sich kundig zumachen, eine begründete Entscheidung zu treffen, die dann folgereichtig durchgeführt wird. Willenloser Wechsel bringt wahllose überaschungen.

Empfehlen Sie besondere Wiederladewerkzeug oder tut es z.B. der RCBS Einsteigersatz Rock Chucker Supreme mit den entsprechenden Matrizen

LM: Ja.

Haben Sie da evtl. Bezugsquellen-Geheimtipps.

LM: Nein.

Und noch eine allgemeine Frage: Ich bin dz. auf der Suche nach einem allgemeinen (für europ. Wild, gegen afrikanische Dickhäuter werde ich mich absehbar nicht verteidigen müssen...) Reisegewehr. Es muß keine echte take-down sein. Die Zerlege- und Zusammensetzfähigkeit wie bei Blaser R8/93(auch wenn Sie die nicht mögen), Sauer 202 (td), Mauser M 03 reicht mir völlig.

LM: Nie R93!

Ganz gut von der Handhabung gefällt mir z.B. die Merkel Helix, nur hört man da verschiedenste Geschichten eben bezügl. der Wiederholgenauigkeit nach dem Zusammensetzen. Aber besonders gut aufgepaßt haben die Merkel-Entwickler m. E. nach bei der Verlagerung der bewegl. Teile IN den Systemkasten. Bei der Blaser kann ich den Vorzug des Geradezugerepetierens z. B. nur bedingt nutzen, da mir der Verschluß beim Rep. ins Gesicht fährt.

LM: Immerhin besser als beim Schuß, aber  - davon ab - ein bedenkenswerter Mangel, von dem ich allerdings das erst Mal höre. Was sagen andere R8 Benutzer ?

Selbst bei einem extralangen Schaft ist da immer noch die Irritation des Auges durch die Bewegung.

LM: Hm

So, das soll´s für heute gewesen sein, reicht ja auch.

LM: Erwägen Sie die Merkel KR1!

Über eine möglichst ernstgemeinte und umfassende Antwort würde ich mich freune und verbleibe mit gehörigem Waidmannsheil,

Hubertus Kühne, Freitag, 9. Dezember 2011 01:52

Reisegewehr 2

Grüß Gott, Herr Möller!

Nach der umgehenden Reaktion auf meine Nachfrage bezüglich einer „untergegangenen“ Anfrage meinerseits. Da ich diese leider nicht aus meinem Standardpostfach geschickt habe, kann ich leider keine Kopie schicken und bin auch nicht mehr ganz sicher, ob beim Versand doch etwas verlorengegangen ist.

LM: Ah.

Nun ja, kurz noch einmal die wichtigsten Punkte:

Nachdem die Blaser R 93 ja nicht zu Ihren Favoriten zählt - ich kenne diverse Jäger und auch Schützen, die die klasse finden und auch intensiv nutzen - brauche ich vmtl. kaum zu Ihrer Meinung zur mittlerweile sehr günstig zu erhaltenen Ulrich-take-down zu fragen, die mir grundsätzlich entgegenkommt. Ich suche nämlich einen Reiserepetierer (wobei take-down kein Muß ist), aber Zerlegbarkeit mit angemessenem Aufwand wie bei M03 oder R8 reichen völlig aus, wenn die Erstschußgenauigkeit nach Zusammenbau gegeben ist.

LM: Wer weiß das?

DAS ist Pflicht auf der Jagd!

LM: Dazu sollte sich mal die Betreffenden äußern.

Was halten Sie z. B. von der Merkel Helix - die finde ich von der Bedienung her sehr gelungen, zumal man wirklich unangestrengt repetieren kann, da sich dabei nichts auf das Auge zubewegt. Der geschlossenen Kasten ist ja vielleicht auch unter Sicherheitsaspekten vorteilhaft. Schießen konnte ich damit leider noch nicht.

LM: Siehe Merkel Helix RX. Mir ist die verborgene Hebelei zu lang.

Die Sauer 202 auch als take-down gefällt mir zwar, aber die Sicherung wiederum mag ich gar nicht. Da ist der gute alte 98er schon weiter - sicher eben, wenn gesichert.

Was ist waffenseitig zu beachten, wenn ich denn wiederladenderweise oder ggf. auch mit Fertigprodukten auf Ihr Geschoß (Ihr MJG ist der Nachfolger des KJG oder gibt´s die - warum - beide parallel?) umsteigen möchte?

LM: KJG sind vom MJG überholt, ersetzen die. Laden Sie grundsätzlich nur solche Munition, die auf der Waffe auch angegeben ist. Bessere als Munition der Lutz Möller GmbH laden werden Sie nicht finden. Lies Lauflänge, bzw. Stutzenlauf und Jagdmunitionwahl.

Ich las von der zwingenden chemischen Reinigung des Laufes vor (jedem?) Einsatz der Kupfergeschosse nachdem vorher Mantelgeschosse genutzt wurden. Ist dem so, gilt das auch umgekehrt?

LM: Das gilt für alle Geschosse und immer, allerdings nur so alle 50 Schuß.

Welche Munition halten Sie für allgemein für dt. ggf. noch europ. Wild brauchbar?

LM: Die beste Patrone, nämlich unser gute alte deutsche 7x57, mit der Bell in Afrika tausend Elfanten erlegte.

Ich besitze einen RepGew 98 in 8x57 IS, einen in .300 Wby, sowie eine alte prima Sodia-BBF in 7x57 R die, wenn ich Ihre Seite richtig studiert habe, alle funktionieren, wenn auch die .300 Wby sicherlich nicht unbedingt wirtschaftlich ist. Eine .308er Waffe hätte den Charme, relativ günstige Übungsmunition zu bekommen.

LM: Der Sinn der Übung ist die Besinnung, nicht die3 Munitionsvernichtung. Lies dazu Schußangst und Mucken.

Da ich noch vor der Anschaffung der Wiederladeausrüstung stehe, können Sie vielleicht auch da etwas empfehlen oder evtl. aus bestimmten Gründen von bestimmten Gerätschaften abraten?

LM: Lies dazu Wiederladen | Benchrest Setzer | Gewehrlaufstahl | Gewehrlaufschwingungen Ladungsleiter

Zum für Sie positiven Ende hätte ich gern eine TelNr für die in nicht allzu ferner Zukunft vorzunehmende Bestellung der M- oder KJG.

Vielen Dank, mit den besten Wünschen für 2012 und Waidmannsheil,

Hubertus Kühne, Donnerstag, 29. Dezember 2011 03:23

Reisegewehr 3

Moin Herr Möller,

meine Frau und ich führen R93 und R8 im Kaliber 8x57IS, ich die R93 intensiv und seit sechs Jahren. Ebenso intensiv führen mehrere Jagdkameraden ihre R93, überwiegend im Kaliber .30-06. Das Gefühl, daß uns etwas „ins Gesicht fährt“ hatten wir bis dato noch nicht. Ich achte darauf nicht, der Fokus liegt auf Zielen und Treffen.

Die Wiederkehrgenauigkeit bei beiden Waffen ist sehr gut. Die Schüsse saßen nach Zerlegung, Reinigung und Zusammenbau immer da, wo sie sitzen sollten. Den allfälligen Ölschuß darf man hiernach natürlich nicht vergessen. Ohne Reinigung kann ich mich nach zerlegen und zusammensetzen darauf verlassen, der Schuß sitzt. Das scheint mir nach Lektüre diverser Testberichte (Jäger, Pirsch, Wild und Hund, wo untenstehende Aussage zu finden war, weiß ich leider nicht mehr) über die Helix bei genannter Waffe nicht zwingend so zu sein. Bezeichnend ist für mich die Aussage eines Merkel Mitarbeiters „Denken Sie daran den Hebel mindestens drei Mal zu bewegen, damit alles richtig sitzt.“

Bisher mußte ich den Plastik-Magazin-Einsatz bei meiner R93 einmal austauschen. Das rührt aber vom Verschleiß durch intensives Üben her.

Ergonomisch sind meiner Meinung nach die R8 und die Helix der R93 überlegen. Die Handhaltung ist bei beiden Waffen durch steileren und leicht vom Schützen weg ausgestellten Pistolengriff entspannter, das empfinde ich als sehr angenehm. Die Entscheidung zwischen den beiden Waffen liegt also alleine beim Käufer. In die Hand zu nehmen ist angesagt.

Allerdings bietet die Blaser-Montage Vorteile. Schlicht und ergreifend, optisch ansprechend, nur wenige Teile.

Mein Jagdfreund und ich können jeweils Zielfernrohr und Docter-Sight untereinander tauschen, auf Drückjagdentfernung sind tödliche Treffer dennoch, und ohne etwas an den Visiereinrichtungen zu ändern, sicher anzutragen. Das ist aber sicherlich ein sehr glücklicher Zufall.

Beste Grüße aus Einbeck, einen guten Rutsch und einen guten Start im neuen Jahr,

Stefan Simm, Donnerstag, 29. Dezember 2011 13:05