Afrikastutzen

Pirschwaffe für Afrika

Lies Afrikawaffe

Inhalt Pirschwaffe für Afrika | Deutsche Magnum im Hochland | Rückstoßbremse | Grenzen der .30-06 | Antilopengeschoß | Forschungsbedarf | Afrikamunition | German modern rifle beauty | Belgian Stutzen Powder | KJG-Schweiz | Long Range hunting | KJG in .30-06 für Afrika | Von dann mal weg . . .  | 9,3 x 64 Lauflänge für Afrika | 9,3 mm MJG für Afrika | Afrikapatrone | Nigeria | R8 in 8x68S | Wunderwaffe | 9,3x74R und Afrika Büchse | besser Klein- oder Großkaliber | 9,5 mm Geschosse | .375 Munition | .375 Munition II | .375 Munition III | .30-06 gegen 8x68S mit MJG | LM 8x57 Munition für Afrika 2014 | 425 African für Nilpferd 2016 | Ran an den Feind

Tag Herr Möller,

Ich werde ab dem kommenden Jahr für einige Jahre in Namibia beruflich tätig sein, und werde natürlich auch dort die Möglichkeit zur Jagd, im Schwerpunkt auf Steppenwild, nutzen. Bei meinen bisherigen Jagden in der Region nutzte ich Leihwaffen in .30"-06 und .375" H&H, ausschließlich mit der vor Ort verfügbaren PMP Munition und Barnes X Geschossen. Grundsätzlich bin ich mit der Leistung der .30"-06 auf schwaches Wild (Duiker, Impala und Bleßböcke) zufrieden, jedoch legten Zebras und Streifengnue, die ich mit der .375" H&H beschossen habe, trotz sehr gutem Treffersitz in der Kammer teilweise noch Fluchtstrecken von bis zu 200 m zurück, so daß ich grundsätzlich nach einem geeigneterem Geschoß suche. Als Jagdwaffe werde ich als eigene Waffe eine Luger L99 Batttue (98er Abkömmling) in .300" Win. Mag. und 52 cm kurzem Lauf führen.

Würden Sie Ihr Lutz Möller MJG auch für diese etwas ungewöhnliche Kombination aus schneller Patrone und kurzem Lauf empfehlen? Wenn ja, in welcher Ladungskombination? Und welche sinnvollen Alternativen habe ich. (Anm: Reine Antilopen- und Gazellenjagd) ?

Mit herzlichen Dank und den besten Wünschen, Ihr, Helmut Mischo , Montag, 20. November 2006 01:44

Moin Herr Mischo,

wollen Sie uns aus dem uralten Gestein Uran für die Bombe aus dem Gneis holen, oder eher ein paar Funkelsteine? Wie dem auch sei sind 52 cm Lauf für ein .300" WM nur als krank zu bezeichnen. Wer baut den so eine Unsinn? Viel Pulver + kurzer Lauf heißt ungeeignete Werkmunition, die ja für längere Läufe (65 cm) bestimmt ist, wird flammen und krachen, aber keine angemessene Leistung bringen. Ich rate Ihnen die Waffe vor ihrem Afriakaufenthalt zu verkaufen, und sich was Richtiges anzuschaffen.

Wenn es denn ein Stutzenlauf muß, empfehle ich wie bei der kurzen Mauser 03 Solid besser die 8x57IS oder 9,3x62. Die beiden eignen sich für kurze Läufe und sind in Namibia wohlbekannt.

Wenn für die Steppenjagd, und überhaupt, was ist mit der Kalahari?

Buschmanhaus in der Kalahari

Kalahariwasserloch im Schnee

Also noch mal, wenn Sie eine Afrikawaffe für weite Schüsse brauchen, und das kann bei Antilopen und Gazellen immer mal nötig sein, müssen Sie eine langen Lauf führen. Dann nehmen Sie gleich die richtige Patrone, nämlich unser deutsche Magnum die 8x68S mit dem Lutz Möller MJG . Dann haben Sie was Richtiges. Dort laden Sie mit Somchempulver, daß recht gut ist. Sie werden zwar mit beiden Patronen zurechtkommen, aber die 8x68S schießt sich angenehmer und langt weiter raus. Machen Sie, was Sie wollen, aber laden Sie keine weichen Bleigeschosse, wenn Sie tief wirken wollen und keine Barnes-Geschosse, wenn Sie treffen wollen, denn ohne geht das nicht! Zielwahl und Treffer bestimmen den Erfolg mehr als alles andere.

Waidmanns Heil, Lutz Möller,

Deutsche Magnum im Hochland

Einen wunderschönen guten Abend Herr Möller!

Nachdem anstelle der ursprünglich angedachten .300 Win. Mag. letztendlich doch der gute alte 98er in 8x68S mit nach Afrika kam (65er Lauf), und hier auch mit sehr zufriedenstellendem Erfolg sowohl bei der Jagd als auch auf der langen Bahn eingesetzt wurde, neigen sich meine importierten Munitionsvorräte (11,7g KS, RWS-Fabrikmunition, Streukreis 13 mm auf 100 m) nun langsam aber unaufhaltsam ihrem Ende zu, und die Zeit des Wiederladens hat begonnen. Dankenswerterweise haben Sie auf Ihren Seiten bereits eine Wiederladekurve für eines der hier üblicherweise verfügbaren SOMCHEM-Pulver eingestellt. Diese Informationen werden inzwischen auch bei lokalen Jägern (sowohl Farmer als auch PHs) mit großem Interesse studiert und diskutiert, schließlich ist die 8 x 68, wie Ihnen zweifelsohne bekannt sein dürfte, ausgesprochen populär in diesem Land (... und Waffen und Munitionsthemen sind schließlich auch immer wieder ein beliebtes Gesprächsthema abends am Feuer... ;-) ). In Folge dieser Diskussionen in meinem Bekanntenkreis haben sich dabei folgende Fragen herauskristallisiert:

Sind Ihre neuen 8 mm MJG-kurz bereits hier in Namibia zu beziehen, beispielsweise über einen der lokalen Büchsenmacher?

LM: Tag Herr Mischo, inzwischen haben die Lutz Möller Geschosse seit Anfang 2007 eine schwarze Kappe. In DSW ist das noch nicht so verbreitet. Der nächst Kund war Tertius Joubert von Omujeve der in Klein Windhoek über dem Waffengeschäft sein Immobiliengeschäft betreibt. Ich habe ihm damals die Sachen mitgebracht. Ich empfehle auch eine Reisenden die Geschosse mitbringen zu lassen. Post geht auch, ist aber teuer (Zoll) und unzuverlässig.

Wenn nicht, welche Alternative für das Geschoß würden Sie empfehlen.

LM: Das 8 mm Geschoß!

Viele Wiederlader laden das leichte KS, kriegen aber mit den empfohlenen lokalen Pulvern keine vernünftige Geschwindigkeit hin.

LM: und kein gestreckte Flugbahn, ursprünglich ein Grund die Deutsche Magnum überhaupt zu schießen !

Das Somchem Manual schlägt ausschließlich S365 und S361 vor, hilft hier also auch nicht sehr viel weiter. Und mit den dort ebenfalls gelisteten langsamen, schweren Geschossen verspielt man sich doch einige der Vorteile der 8x68 bei weiten Schüssen.

Bezieht sich die angegebene Wiederladekurve auf Meereshöhe?

LM: Meine 8x68S Munition bezieht sich auf Meereshöhe

Oder auf die eher realistischen 1700 m NN rund um Windhoek, Khomas Hochland?

8 mm S MJG Flugbahn in 1.700 m ü. d. Meer

GEE 240 m ± 5 cm Weite 278 m

0 50 100 150 200 250 300
1.100 1.050 1.003 958 914 872 831
-4,5 +0,9 +4,2 +5,0 +3,3 -1,1 -8,5

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Zeit und Muße finden würden auf meine Fragen zu antworten, und verbleibe mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches Jahr 2008

Ihr Helmut Mischo, Donnerstag, 3. Januar 2008 22:49

Rückstoßbremse

9,3 mm Rückstoßbremse

Horrido,

Ich muß Ihnen an dieser Stelle auch nochmal ein großes Lob für Ihre Internet-Seite aussprechen. Oftmals habe ich diese bereits besucht und Informationen über gewisse Kaliber bzw. Erfahrungen anderer Jäger über Kaliber bzw. Geschoßauswirkungen lesen können. So etwas ist in Deutschland einzigartig! Einzig ein Link auf Ihre Email-Adresse habe ich lange vergeblich gesucht - Das müßten Sie ggf. einmal verbessern. Ansonsten kann ich nur Gutes über Ihre Internet-Seite berichten.

Ich selber habe auch bereits verschieden Patronen durch, von der .300" Win Mag bis zur .300" Weatherby Mag bis hin zur .378" Weatherby Mag! Nur Afrikaner habe ich bis jetzt noch nicht im Besitz gehabt. Die folgen aber sicher in den nächsten Jahren, wenn einmal ein Urlaub in Nambia ansteht. Die .458" Win. Mag sticht mir da besonders ins Auge, auch wenn ich z. T. Berichte über Jäger, die „nur mit der 9,3x62“ - die ich übrigens selber in der Heym SR 30 führe - dort jagen waren.

Im Mai steht bei mir ein Besuch in Rußland auf Schwarzenbärenjagd mit der „russischen Magnum“, die ja weniger Energie als eine .30"-06 hat. Soll aber auch wirken. Mal sehen, ansonsten heißt es schnell weg zu laufen ;-)

Mit waidmännischem Gruß, Marcel Wittke, www.jagdoptik-wittke.de, Dienstag, 6. Februar 2007 22:36

Was, bitte, Herr Wittke, meine Sie mit der „russischen Magnum“? Die Russen bauen die 9,3x64 mit Stahlhülsen, aber die ist nicht von Pappe!

Oryx Gazelle

Meine 9,3x62 Munition holte gerade vor zwei Wochen Oryxe auf 250 und 260 m ohne Flucht. Otto Bocks alte Afrikapatrone kann das ohne Verrenkungen übrigens auch aus kurzen Läufen.

Mir ist ja Wurst, was Sie machen, aber raten kann ich zu einer Magnum im Stummellauf nun wirklich nicht. Das zu bauen ist nur krank! Sehen Sie dagegen mal Mausers Kolonialpatrone, die 10,75 x68, auch für Stummel!

Lutz Möller,

Grenzen der .30"-06?

Sehr geehrter Herr Möller,

ich führe überwiegend meinen Blaser D99, den ich je nach Einsatzbereich mit einem KS Einstecklauf im Kal. .30"-06 zum Doppelbüchsdrilling erweitere. In absehbarer Zeit plane ich einen Jagdurlaub in Südafrika und möchte auch hier auf diese gewohnte Waffe keinesfalls verzichten. Da dies mein erster Jagdurlaub auf dem schwarzen Kontinent sein wird und da da die Meinungen und Empfehlungen von Freunden und Bekannten bezüglich des Kalibers sehr weit auseinandergehen, bin ich natürlich etwas verunsichert.

Herr Reb von der Pirsch meint zu diesem Thema mit der überschweren 16,3 Gramm Munition könne man auf 60 Meter auf alles schießen, das dort unten rumliefe. Wo sehen Sie die Grenzen des Einsatzbereiches der .30-06 insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Lutz Möller Geschosses? Vielleicht sind Ihnen ja Beispiele oder Abschußberichte bekannt.

Mit freundlichem Gruß, Detlev Schwarzbach , Donnerstag, 7. Juni 2007 20:23

Tag Herr Schwarzbach,

Ihre gewohnte Waffe in ungewohnte Umgebung ist allemal besser als ein ungewohnte Waffe ein ungewohnter Umgebung zu führen.

Sich von der Patrona ab, dafür aber dem Jagdgeschoß zuzuwenden ist ebenso richtig.

Kaufen Sie sich bitte vor der Reise Kevin Robertsons Buch "The perfect Shot", um sich vorzubereiten. Der afrikanische Tierarzt stellt die dortigen Tiere von außen und von innen dar, so daß Sie Ihre Zielwahl kennen. Dann gehen Sie in den Zoo (Der Zoo wird schätzen wenn, Sie das ohne D99 tun.) und pirschen sich dort an die (afrikanischen) Tiere nah heran, um in der Bewegung die Knochen unter der Decke zu erkennen.

Hartman Bergzebrae aus der Nähe im Zoo

Somaliwildesel im grünen Zoo

Sie müssen sich die Tiere, die Sie nur von außen sehen, von innen vorstellen können um einen tödlichen Treffer antragen zu können. Das ist das wichtigste von allem. Einem Esel den Schwanz wegzuschießen nütz nichts. Der Treffer muß in Leben gehen. Siehe z. B. beim Gnu. Wenn Sie aufmerksam 6,5 mm Copper Africa 2004 gelesen haben, werden Sie wissen, mit meinem 6,5 mm Geschoß kriegen Sie vom zarten Steinböckchen über scheuen Schakal, wilden Warzenschwein, weiten Springbock (bis 360 m) und versteckten Kudu, dem grauen Geist des Busches, bis zum kräftigen Oryxbullen, wenn es denn sein muß sogar von hinten.

Kudu in Etusis

Kudu ♂ in Etusis

Springbock in Etosha

Springbock in Etosha

Schwarznasenimpala in Etoscha

Schwarznasenimpala in Etosha (gibt' nur da) aus der Ferne

Hartebeest vom Wagen

Haartebeest, Kuhantilope, Das Tier mit dem langen Gesicht

Impala, nah

Ich weiß ja nicht, was Sie da erbeuten wollen, ob Sie da so nah rankommen wie ich auf den Bildern und ob Sie dann da jagen werden, nämlich im Park, oder die Springböcke Sie, wie draußen sonst üblich nicht näher als 200 m rankommen lassen.

Weites Springbockland in Ratelfontein im Karoo mit Jan Westdyk (Starke Jan)

Schauen Sie sich meine .30"-06 Munition an, insbesondere Flugbahn und Leistungen. Mit ± 5 cm Reichweite 248 m wird den 360 m Springbock zu kriegen schwierig, aber es gibt bestimmt auch nähere. Wenn aber nicht, dann pirschen Sie eben dahin. Mit 66 cm Fleischleistung in 100 m können Sie Gnue im Paket schießen

2 Gnue mit KJG im Paket

1 MJG = 2 Gnu im Nu (Siehe Gänsler 2004)

Ich werde Mitte Juli von den drei Wildarten, die als hart (Gnu, Zebra) gelten oder groß sind (Eland) das ein oder andere Stück genau mit dem neuen spitzen Lutz Möller MJG mit der schwarzen Kappe bejagen und wenn möglich die Jagd filme lassen, um deutlich zu zeigen, was das die 7x64 mit dem rechten Geschoß zu leisten vermag:

Eland und Oryx am Wasserloch

Zebrae

Streifengnu

Blaues Wildbiest oder Streifengnu

7x64 KJG Patronen

7 mm Rem LM Munition

Mitte Juli geht es mit meiner 7x64 Munition nach Botswana auf Eland, Gnu oder Zebra, lies dort weiter!

Lieber Herr Schwarzbach, Sie brauchen keine 16,3g Bleimumpeln, die ihnen nach 60 m aus dem Himmel fallen, wenn Sie in Afrika jagen wollen, sondern gute Wildkenntnisse, die Sie wie oben geschildert hier bereits vorher erweben sollen und ein anständiges Geschoß, das Kupferjadgeschoß. Damit, in diesem Falle im 7,6 mm Kaliber, holen Sie waidgerecht jedes Tier bis ¼ km mit angehaltenem Fleckschuß dessen Leben wenigsten 10 cm groß und nicht viel mehr als ½ m vom Einschuß entfernt ist. Welche Tier sollten Sie damit nicht kriegen? Die Dickhäuter! Dafür gibt's Afrikanern! Aber auf alles ander werdensie zurechtkommen.

Keilerwaffen auf dem Scanner

Keilerwaffen

Bringen Sie ein paar schöne Keilerwaffen oder andere Trophäen und viele schön Bilder und spannende Geschichten mit.

Ich wünsche Ihnen Waidmannsheil in Afrika mit Hals und Beinbruch, Lutz Möller, 8. Juni 2007,

8x68S gegen die lange Weile

Guten Tag lieber Herr Möller.

Danke vielmals für ihre schnelle antwort. Vectan Tubal habe ich her in Dänemark nicht gesehen. Empfehlen Sie gestopfte Ladungen mit dem Lutz Möller MJG?

LM: Ja, denn um gut zu zünden soll eine Hülse ganz voll Pulver sein.

Wie ist es mit der Freiflug?

LM: Rotationsloser Geschoßweg stört nicht, Freiflug hingegen schon!

Gewöhnlich benutze ich dem ganzen Pulverraum (insofern es möglich ist) und 1 mm rotationslosen Geschoßweg.

LM: Das ist gut so!

Mit meiner Sauer 202 (.30-06) kann Ich zu .223 Rem., .22-250, .243 Win., 6,5 x 55, 6.5 x 57, .25-06 Rem., .270 Win., 7x64, .308 Win., 8x57IS und 9,3x62 wechseln. Ich finde die aber nicht so spannend, würde mir lieber eine 8x68S für kommende Jagd in Afrika kaufen, da Ich gern eine Büffel, Kudu, Eland und kleinere Antilopen schießen würde. Was meinen Sie?.

Mit freundliche Grüßen, Morten Ladehoff, Dänemark

Tag Herr Ladehoff,

ich meine, das wäre gut gewählt. Sie werden damit dort viel Freude haben und mit dem Lutz Möller Geschoß fette Beute machen!

Waidmannsheil nach Dänemark, Lutz Möller,

Antilopengeschoß

Sehr geehrter Herr Möller,

Danke vielmals für Ihre Antwort zur Ladungsleiter. Das war, was Ich erhoffte. Jede Anfang hat seine Schwierigkeiten und Ich bin sehr froh daß Ich mich an Sie wenden kann. Im Frühjahr reise Ich nach Südafrika um kleinere Antilopen bis auf Elandantilopen zu jagen. Am Anfang war es mein Plan in der .30-06 11,7g Swift A-frame und Fail-Safe Geschosse zu verwenden. Ich bin mit Ihrem 7,6 mm GEschoß am Schießstand sehr zufrieden, aber habe noch keine jagdliche Erfahrung mit Lutz Möller MJG. Das kommt ganz bestimmt. Würden sie mich raten auch ihre 7,6 mm Geschosse mitzunehmen ? (order vielleicht nur :-)

Vielen dank und mit freundlichen Jägergrüßen, Morten Ladehoff, Dänamark, Sonntag, 2. September 2007 17:44

Tag Herr Ladehoff,

je nachdem wo Sie in Südafrika sein werden, kann die Gegend bewachsen oder offen sein. Sehen Sie selbst.

Gnudickung im Buschfeld

Weiter Blick im Karoo

links Kühe auf der Weid, weißer Wagen ~ 400 m weg

Im Busch benötigen Sie ein Geschoß, das Hindernisse und Zweige durchdringt, siehe auch Tara-Tara-Versuche, nicht die Bleierne Sippe sondern das Lutz Möller MJG. Auf dem weiten Feld benötigen Sie ein schnelles Geschoß mit gestreckter Flugbahn, nicht die Bleierne Sippe sondern das Lutz Möller Geschoß. Lassen Sie den grauen Kram zu Haus, schießen besser schwarz-rot-gold, so wie ich in kleinen Kalibern 2004 und 2007 mit 6,5x65 und 7x64. Mehr brauchen Sie nicht. Für die Kleinen tut`s schon mein 5,6 mm Geschoß, siehe hier.

Regenbogen in Deutsch Süd West

Forschungsbedarf

Hallo Lutz,

soeben habe ich mit meinen Freunden in Afrika gesprochen und unsere Jagd- und Urlaubsreise fast fertig geplant. Es geht nochmals nach 2006 auf die selbe Farm nach SA. Den Büffelabschuß haben wir so gut wie gestrichen und es wird den Antilopen gelten. Die Büffelpreise sind für Bullen von 5000 Euro in 2006 auf 9000 Euro in 2008 gestiegen. Lediglich die Kühe gibt's noch für glatt 3000 Euro. An die will ich aber nicht mehr dran, wenn schon, dann Bulle. Dafür spar ich noch ein paar Tage.

Wenn alles klappt, sollen folgende Wildarten erlegt werden: Streifengnu je 1 männl. und weibl., Kudu dito, Bleßbock dito und Impala dito. Wenn noch Zeit und Geld verbleiben soll's noch entweder eine Kuhantilope (Hartebeest) oder Zebra werden. Warzenschwein und andere Kleine nebenbei bei Gelegenheit.

Nun steht mein Schrank voll mit Waffen verschiedenster Kaliber. Ich würde die Kipplaufbüchse Blaser K 95 in 7x65 R wählen wollen, die führe ich hier auch am häufigsten, könnte aber auch auf 8,5x63 oder 9,3x74R zurückgreifen. Natürlich alle mit Lutz Möller Geschoß. Die 8,5 war schon 2006 mit und hat beste Arbeit geleistet. Die 7x65 R hat das meiste Wild hier vom Ansitz aus gestreckt (meine Berichte über 94 kg Keiler und 118 kg Rothirsch liegen vor). Die 9,3 führe ich noch mit DK bzw. Nosler Partition. Nun tust du so einiges für uns (die Lutz Möller MJG-Nutzer) und darum möchte ich Dir zumindest anbieten einen Kaliberwunsch aus meinem Sortiment zu äußern. Sind Dir Ergebnisse aus der 7x65 R recht, oder bist du verlegen Ergebnisse der anderen beiden Kaliber zu bekommen. Falls ja, will ich gern Deinem Kaliberwunsch folgen.

Gruß und Waidmannsheil, Stephan, Donnerstag, 17. Januar 2008 21:39

Lieber Stefan,

Dein freundliches Angebot mir zu helfen überwältigt mich! Ich werde mir darauf erst mal ein Bier holen und mich freuen. Dann schreibe ich weiter.

ich führte in Afrika bislang 6,5x65, 7x64, 8x68S und 9,3x64. Nachdem wegen der .375" MJG Munition auf Kaffernbüffel Zweifel geäußert würden, werde ich mich also wohl selber mal mit Büffeln beschäftigen, vermutlich in Australien ( Wasserbüffel &; Scrub Bull) und mit Kaffernbüffel in Afrika mit Eland zu Abrundung. Ich fasse die Engländer nicht an, sondern werde unser gute alte deutsche 9,3x64 Brenneke führen. Die ist ähnlich. Die Ergebnisse mit dem 9,3 mm MJG und 9,5 mm MJG werden vergleichbar sein. Wenn ich mit Hilfe demnächst hoffentlich einen Netzselbstbedienungsladen am Draht haben, und dann hoffentlich etwas mehr Zeit haben werde, könnte ich ja vielleicht wieder etwas mehr Zeit mit der Jagd zu bringen, obwohl eine andere Entwicklungen anstehen, nicht nur mit Geschossen und Waffen.

Die Zeit bleibt wie immer knapp, das höchst Gut! Sie verstreicht ohne jegliche Möglichkeit daran etwas zu ändern. Man kann sie nur nutzen oder vergeuden. Carpe Diem!

Da ich also das große 9,3 m Kaliber nutzen muß, fände ich ganz schön, wenn du mit Deiner geliebten K95 in 7x65R führest.

Kuhantilopen (Hartebeester)

Hartebeester sind, soweit ich weiß, die schnellsten Antilopen dort. Siebzig km/h bringen die ohne Anstrengung. Sie sind eher Tier der offenen Graslandschaft.

Roibock, Impala im Gras (Etusis)

Graslandschaft mit Büschen

Meine erste von der 8x68S gefangene Kuhantilope im Gras 2001 in Namibia (damals noch mit dem 8 mm sS Geschoß).

8 mm sS Geschoßversager auf Springbock, platt wie ein Fischschwanz, kein Ausschuß.
Erlebnisse wie diese brachten mich dahin statt dessen das Lutz Möller MJG zu erfinden.

Obiges Hartebeest kostete mich ziemlich viel Haut und Stiche. Um mit der sinkenden Sonne, knapp vor Sonnenuntergang in der offen flachen Ebene ohne viel Deckung sich dem Tier genau im Schatten (Alter Fliegertrick, komme immer aus der Sonne- dann sieht dich der geblendete Gegner nicht.)

Messerschmitt BF-109

Messerschmidt 109 in Afrika

Vaters Band

zu nähern, mußten wir wie ein Leopard unter der Graskante durch das Gras robben, um hinreichend dicht heranzukommen. Das piekt! Du kennst den Boden ja - überall Dornen. Je weiter du schießen kannst, desto leichter wird Dir fallen ein Hartebeest zu erbeuten, ohne selbst zu viel zu bluten. Ich rate Dir also auch sachlich zur meiner weitreichenden 7x65R Munition. Vergiß bitte die Kamera nicht und knipse schön, lebend, erbeutet, in der Decke, aus der Decke, von innen, von außen und mache zeitnah ein paar Einträge in Deinen A4-Notizblock.

Heinz Anton Klein-Werner, 1937 (1912- ) schrieb dieses Lied für die Pfadfinder. Es wird noch heute als inoffizielle Landeshymne der Siedler geschätzt.

Hart wie Kameldornholz ist unser Land
Und trocken sind seine Riviere.
Die Klippen, sie sind von der Sonne verbrannt
Und scheu sind im Busch die Tiere.
|: Und sollte man uns fragen:
Was hält euch denn hier fest?
Wir könnten nur sagen:
Wir lieben Südwest! :|

Doch unsre Liebe ist teuer bezahlt
Trotz allem, wir lassen dich nicht
Weil unsere Sorgen überstrahlt
Der Sonne hell leuchtendes Licht.
|: Und sollte man uns fragen:
Was hält euch denn hier fest?
Wir könnten nur sagen:
Wir lieben Südwest! :|

Und kommst du selber in unser Land
Und hast seine Weiten gesehen
Und hat unsre Sonne ins Herz Dir gebrannt
Dann kannst du nicht wieder gehen.
|: Und sollte man dich fragen:
Was hält dich denn hier fest?
Du könntest nur sagen:
Ich liebe Südwest! :|

Ton

Danke, Lutz,

Afrikamunition

Sehr geehrter Herr Möller, lieber Lutz,

mein Name ist Imre Kondor und bin seit 30 Jahren Berufsjäger in Ungarn und seit 18 Jahren PH in Südwest-Afrika. Ich bin außerdem auch bei "Long Range Präzisionsschießen" als Schütze interessiert, und gleichzeitig arbeite ich als Moderator und Redakteur für die Ung. Internet-Jagdzeitung "Jagdinfo Portal" www.vadasz.info.hu. Uns besuche täglich etwa 2'500 ungarischen Jäger, und mehrere von uns hätten Interesse für Ihre Geschosse, bzw. mit dem Geschoß geladene Büchsenpatronen. Ich habe die Möglichkeit gehabt einige von Deiner Geschosse im Kaliber .30" - .338" LM prüfen zu können und bin damit sowie bei der Jagd in Afrika, als auch beim Long-Range schießen hoch zufrieden. Nachdem ich meine Erfahrungen in Ungarn veröffentlicht habe, steigt die Nachfrage ständig und ich bin immer öfter gefragt, wie man die Munition besorgen kann.

Wiederladen ist leider in Ungarn gesetzlich verboten - auch ich muß meine eigene Patronen entweder in Afrika oder in Österreich laborieren - deshalb möchten die Leute gern wissen, ob man fertige Patronen von Dir bestellen kann. Ich hätte die Möglichkeit entweder in Ungarn oder auch in Österreich offiziell berechtigte Firmen, Waffen- und Munitionshändler zu besorgen, die fertige Patronen oder Geschosse offiziell einführen und vermarkten können und dazu auch bereit sind.

Meine Frage wäre, ob Deine Meinung nach so was möglich ist, wenn ja, unter welche Bedingungen ? Die meisten würden sich für Patronen im cal. 7x64 - .30-06 - .300 WM - 9,3x62 interessieren, ggf. auch cal 7,62 Russ. (Sind noch viele solche Büchsen in Ungarn im "Praxis")

Wir hätten Interesse auch für kleinere Mengen, z.B. 40-80-120 Stk. je Kaliber.

Ich erwarte höflichst diesbezüglich Deine Antwort und verbleibe mit einem kräftigen Weidmannsheil

Dipl. Ing. Imre Kondor, Dienstag, 8. April 2008 01:34
Berufsjäger, Safari Guide aus Ungarn

email: african(a)uw.hu oder kondor18(a)freestart.hu
Handy: +36-70-593 9743,

German modern rifle beauty

Dear Lutz,

Congratulations for your successful MJG African safari. Your African hunt pictures are responsible for having completely awakened my Safari virus again. I now consider to return back to Africa next year for a hunting safari, 15 years after my last safari in RCA.

LM: Which one, French or Belgian Congo?

I’ll simply tell my bank’s director that you are the one to blame for what’s going to happen to my account…

LM: I agree!

As primary (Buffalo) rifle I’ll bring my proven .416 Rem Mag. Stutzen

416 Rem Mag. Stutzen

.416 Rem Mag. Stutzen

Buschschwein

Hartebeest, Kuhantilope

As second ”all around” gun I’ll take along my brandnew 9, 3 x 62 Merkel KR1 (with 51,5 cm short barrel), I bought last week.

LM: Congratulation! The 51,5 cm Barrel is fine for 9,3x62 Load!

Merkel KR1, kurzer Geradezugrepetierer

Merkel KR1 geschlossen

Merkel KR1 geöffenet

Merkel KR1 6 Warzen
Bilder: Fabio Casella

I can hear you arguing that the KR1 is probably not the sturdiest rifle choice for Africa, but I just could not resist buying it because of the mysterious appeal of its esthetical design. Its refined German mechanical “complex” features make it look and feel like a toy to me, although, without scope and mount on ( with RWS TUG &; Lapua Mega) it is kicking back like a South Tyrolean Italian mule!

9,3 mm Konsockelbremse

LM: Maybe together with my 9,3 mm Bullet consider a 9,3 mm Konsockelbremse to greatly reduce the Recoil and keep quick Target observation in the Bush!

Nevertheless I’m almost sure you won’t be arguing that using hand loads mounting your 9,3 MJG black tip bullets will be the way to go in order to make the best out of such a delightfully light, handy and powerful rifle combo.

LM: Exactly!

Will I be daring to use it against buffalo instead of my .416 Remington Magnum?

LM: You may. But most important is You feel all right with Your Rifle. So give the new one some Time an Challenges, before You make up Your Mind. Your Doubts must be settled, or You will fail!

That’s quite a tempting challenge, but honestly, I can’t tell before I’m back again into the Dark Continent!

Belgian Stutzen Powder

Concerning the reloading act: I would like to kindly ask for your advice concerning the best powder choice. Is R901 THE very best powder to achieve the highest velocity out of a 51.5cm short barrel? R901 is quite difficult to obtain here in Belgium and the same goes for Norma 200. Would there be considerable draw back using Vectan Tubal sp10, Vectan 2000 or PCL 508 instead?

LM: Fabio, I shall add the Belgian Powders to the 9,3x62 Load data. Please note, for the short 52 cm Barrel I raised the Pressure a little to increase Burn rate and recover Speed. such Loads are above CIP pressure and not to be sold in CIP Countries. The Merkel KR1 and good Cases (Norma, RWS, Lapua) will endure the raised Load easily. Otto Bocks 1905 Specification is a little conservative. If You envision hot Temperatures You may better stay with the regular Loads, as Vivacity and hence Pressure raises with Temperature anway.

Manny thanks in advance for your assistance.

Kindest Regards, Fabio Casella, Belgium, Freitag, 27. Juni 2008 22:41

MJG-Schweiz

Sehr geehrter Herr Möller

Ich jage seit einigen Jahren regelmäßig auf unserer Familienfarm in Südafrika vorrangig Kudu, Buschböcke und Warzenschweine, gelegentlich aber auch ein Duiker, Impala oder Springböcklein.

Die bisher von mir verwendeten Patronen sind .270" Win und .300" WSM. Ich bin mit diesen beiden Patronen und den damit erzielten Ergebnissen zufrieden und habe zur Zeit kein Bedarf an einer Ersetzung/Erweiterung meines Arsenales. Als Geschosse habe ich bis jetzt ausschließlich herkömmliche Teilmantelgeschosse unterschiedlichster Marken, mit unterschiedlichsten Ergebnissen (auch innerhalb der gleichen Marke), benutzt.

Ich würde nun gern etwas Abwechslung in meinen Jagdalltag bringen! Zur Auswahl stehen: H-Mantel, KS-Geschoss, Nosler AccuBond, Nosler BallisticTip, TrophyBondedBearClaw, BarnesTripleShock Was meinen Sie?

LM: Davon sollten Sie Abstand halten.

Ich wäre aber auch am Kauf Ihres vielbeschworenen Geschosses mit schwarzer Elastomer-Spitze sehr interessiert.

Besten Dank für Ihre Bemühungen im voraus.

Mit kameradschaftlichen Grüssen, Weidmannsheil. Hochachtungsvoll, Robert Hess, Donnerstag, 10. Juli 2008 14:30

Long Range hunting

Dear Sir,

Being a hunter for 40 years and staying within 300 m, I´ve caught interest in long range hunting, shooting. I´ve had a problem with obtaining some good advice so I kindly request you help. Initially I considered buying a .408 Cheytac 310 but the lack of assistance from the local dealer together with information obtained on your web-page put ants in my head.

Who could assist me (optics, reticule, bipods, suppressor, muzzlebrake etc. ) in building a 408 (I´m used to the 416 and 470 and intend to hunt the rifle in Africa (.375 H&H minimal)).

LM: A Good Source for such Rifles is Martin Baisotti, Armeria Camuna, talk to him.

Magazine fed bolt action or single shot? Barrel length, twist for meat and paper (your bullets)

I do not intend to load myself, do you know somebody who could load ammunition with your bullets and at your specifications?

LM: Yes. I will send You Advise.

Kind regards, Dan Walker, Stockholm, Sweden, Donnerstag, 12. Februar 2009 11:48

Dear Mr. Walker,

thanks for Your Inquiry. I have Friends in Sweden, the grey beard Man Svante, who brought You Gold in 2008, and called the Moose 2008 that never came on that Occasion (he bagged 48 in his long Life), Egon &; Bella, who brought the Elk, (without calling them), and BoSö and Kurt, with whom I hunt as well. So I love the Place (since 1963, when I was there first).

When You stood within 300 m for 40 Years and now want to reach out further, to hunt in Africa and exceed 9,5 mm, Your Choices become limited. Big bores usually traject like a Banana. For Long Ranges You need Speed, not let the Projectile fall from the Sky like Stone. Aiming must still be practical for a Hunting Rifle. Also a Rifle, You like to carry, must not be too heavy. Therefore the very big Cartridges are no Option. You ask for something, that has not been asked, at least not at me. The Africans mostly do not believe in too artistic Performance, I and Friends noticed. You will face Objections there. Anyway, that is not my Concern.

In my not very humble Opinion the given Borders dictate the Solution in themselves. 9,5 mm + Speed + moderate Weight. As You want the Components within Reach, the .338 LM is a well available Case, butt needs bit long Barrels, for a handy Rifle to use in the Bush. Open it up to 9,5 mm and You created the Possibility for a handy short barreled Rifle with all Possibilities for Big Game. Let the Rifle have interchangeable Barrels, say with a longer .338 LM Barrel, You have all You need.

The cheep and dirty Solution would be a CZ 550 Magnum chambered to the new Round. But that will not allows to interchange Barrels. The needs a totally new Rifle. If You want it, I design it. But we must discuss the Budget and Time frame first.

Regards, Lutz Möller

MJG in .30-06 für Afrika

Guten Tag Herr Möller!

Ich verfolge seit einiger Zeit die Beiträge auf Ihrer Seite. Bislang lud noch keine Lutz Möller MJG. Im kommenden Sommer möchte ich nach Afrika reisen, um einige Antilopen zu jagen. Meine Frage an Sielautet, recht hierfür das 7,6 mm MJG aus der .30-06 Patrone aus?

LM: Ja!

Als Pulver hätte ich das R902 zur Verfügung und verlade in RWS Hülsen.

LM: Paßt beides!

In den vergangen Jahren schoß ich das RWS DK Geschoß aus der .30-06 mit gutem Erfolg auf Sau und Hirsch. Ich möchte aber wieder mal was neues versuchen. Mich reizen die ballistischen Eigenschaften ihres Geschosses, wenn sich das, wie in den Tafeln beschrieben, so umsetzen läßt.

LM: Wenn Sie die Waffe ruhig auf das passende Ziel richten und abziehen.

Beste Grüße aus Österreich, Andreas Moser, Montag, 27. Dezember 2010 09:43

Von dann mal weg . . .

Tach Lutz!

Hoffe du hattest ruhige Weihnachten! Verabschiede mich nach CAR.

Links die Bohne meines PH .458 Lott, rechts die Deinigen in Kupfer in.338 WIN. MAG. !

LM: Wie .458 ohne MJG?

Schauen wir mal wie es geht! Ich werde berichten ! Guten Rutsch nach 2011 allen Mitlesern ! Messing fährt auch mit !

Beste Grüße! Marc Th,., Montag, 27. Dezember 2010 18:59

9,3 x 64 Lauflänge für Afrika

Sehr geehrter Herr Möller,

ich bin seit längerem Leser Ihrer Seiten und trage mich nun mit dem Gedanken, auf zeitgemäß umzustellen. Derzeit liebäugele ich mit einer gebr. Sauer 90 für Brennekes 9,3x64 Patrone (verh. günstig). Allerdings bleibt diese mit einer LL von nur 63 cm zwei Zentimeter hinter Ihrer Empfehlung von min. 65 cm zurück. Über das System, denke ich, braucht man nichts mehr zu sagen. Meine Frage: Fallen die fehlenden zwei Zentimeter so stark ins Gewicht, daß man u. U. von einem Kauf zugunsten einer Waffe mit 65 cm-Lauf absehen sollte?

LM: Iche  mein nicht. Sie wird dadurch lauter flammt und ruckt mehr, aber das kriegt der Feuerschlucker FS7 schon wieder in den Griff. Im übrigen köten Sie den Lauf auch ersetzen lassen.

Die Waffe möchte ich u.a. für die Auslandsjagd (Namibia) anschaffen, sowie gelegentlich für den nächtlichen Ansitz auf Sauen. Würden Sie hierfür eher 8x68S oder 9,3x64 empfehlen ? Oder fallen die Unterschiede nicht so sehr ins Gewicht ?

LM: Die 8x68S reicht weiter raus, aber dei den kurzen Schußentfernungen nachts auf Sauen fällt das nicht ins Gewicht!

Mfg & Waidmannsheil, M. Frank, Samstag, 26. März 2011 15:12

9,3 mm Lutz Möller Geschoß für Afrika

Hallo Herr Möller,

Noch `ne Frage : Ich möchte die Waffe ( 9,3x62 ) auch in Afrika einsetzen, reichen da Ihre Geschoßgewichte aus ?

Mit freundlichen Grüßen, Heiner Engels, Freitag, 8. April 2011 14:49

Moin Herr Engels,

mein 9,3 mm JG hat Dutzende Büffel erschossen, eigenhändig siehe Afrika 2008 und Australien 2008 bei den Dickhäuern Rhinozeros, Flußpferd und Elefant würde ich allerding zu besonderer Vorsicht raten!

Waidmanns Heil Lutz Möller

Afrikapatrone

Hallo Herr Möller!

Seit einigen Jahren verfolge mit mit großer Anteilnahme Ihren Netzplatz! Ich möchte gern im nächsten Jahr in Afrika (Namiba ) zur Jagd fahren. Alllerdings fehlt mir noch dazu das richtige Jagdkaliber. Ich glaube, Sie könnten mir dabei weiterhelfen. Lockend wäre für mich die .375 H&H. Komme ich damit in Afrika auf das vorkommende Wild klar?

LM: Gewiß, aber das ist seltenes, schräges Zollzeug mit blödem Gürtel.

Oder reicht auch unser 9,3x62?

LM: Gewiß. Sie ist eine Vorzugspatrone.

Vielen Dank und Waidmannsheil! MfG, Frank Köhler!, Montag, 9. Mai 2011 22:01

Guten Tag Herr Möller.

Ich bin Jungjäger und hoffe etwas auf Ihre Hilfe. Zur Zeit führe ich einen Repetierer K98 im Kaliber 8x57IS und dem Norma Geschoß Oryx 12,7g und bin damit sehr zufrieden. Bisher blieb alles Wild (Rehe und Sauen bis 70 kg) am Anschuß liegen oder ging höchsten 15 m weit. Die Schußentfernungen betrugen bis 100 m . Toi, toi, toi und auf Holz klopfen.

Im Frühjahr 2016 fliege ich mit ein paar Freunden nach Südafrika zur Antilopenjagd (z. B. auf Kudu, Oryx, Impala, aber auch Warzenschweine).

LM: Der Oryx ist ein Gazelle. Auch das Warzenschwein ist keine Antilope. Lies Afrikaner!

Ich befasse mich daher mit dem Kauf eines neuen Repetierers, um diesen unter anderem für Auslandsjagden (Elch in Schweden, Gams in Osterreich etc.) zu rüsten. Die Waffe möchte ich auch im Revier für weitere Schußentfernungen bis 250 m nutzen. Meine Wahl bei der Büchse ist bisher auf die neue Sauer S 404 XT Synchro gefallen, jedoch steht die Kaliberauswahl noch nicht fest. Hierbei schwanke ich zwischen 8x86S und dem Kaliber 338 WM.

LM: Wozu?

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Welches Kaliber würden Sie empfehlen und welches Geschoß von Ihnen wäre für mich und die v.g. Anforderungen am ehesten geeignet?

LM: Bleiben Sie bei ihre bekannten Patrone. Sie ist eine Vorzugspatrone. Die Waffe behaltenSie auch. Wechseln Sie zu meinem MJG. Das Geschoß langt aus der Patrone vollkommen bis 250 m hin. Sehen Sie 308 im Film in Australien auf Büffel und Esel 2014

Das Oryx- Geschoß sehe ich für diese Anforderungen nicht geeignet. Außerdem finde ich die Büchse für den bisherigen Einsatz sehr gut geeignet. Bitte bieten Sie mir 100 Stück Ihrer Geschosse zum Wiederladen mit entsprechenden Ladedaten an.

LM: Ladedaten finden Sie wie immer auf meinem Netzplatz.

Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Hilfe. Liebe Grüße D. Heinz, Gesendet: Montag, 14. September 2015 09:09

PS: Ihre Seite mit den einzelnen Erlebnissen etc. finde ich einfach klasse und sehr informativ! Machen Sie weiter so!

Nigeria

Guten Tag Herr Möller,

ich möchte Ihnen meinen Dank für die schnelle Antwort aus sprechen, Ihren Hinweis - Zielwahl - werde ich das nächste mal in die Tat um setzen, obwohl schwierig ist innerhalb von Minuten alles in die Bahn zu bekommen - Ansprechen, Jagdfieber, Licht etc. - Sie wissen was gemeint ist. Das mit dem R902 geht also auch in Ordnung. Ich habe auch Ihre Geschosse in Quickload übernommen. Das Geschoß habe ich gestern nicht gefunden.

Sie fragten, wie es mit Jagdmöglichkeiten in Nigeria aussieht, nicht so „rosig“ obwohl Wild vorhanden ist. Die Schwierigkeit ist die Waffen einzuführen. Seit nunmehr 4 Jahren gilt ein striktest Einfuhrverbot für Waffen jeder Art. Die wollen halt über Ihre autorisierten Händler die Jagdwaffen verkaufen. Repetierbüchsen gibt es nicht, und wenn, alles alt, gebraucht und wahnsinnige Preise. Die deutsche Jägerschaft dort unten bewegt sich schon auf einem seidenem Weg. In Lagos haben wir Verbindungen zu Polizei um unsere im Koffer mit genommen Waffen eintragen zu lassen, so daß die Sache legal ist. An Wild gibt es den Buschbock, Rot u.Graudücker, Kronendücker, Sitatunga um Lagos, etwas auswärts, Kob und Waldbüffel, Pinselohrschwein. In den Hügeln um Abuja (Hauptstadt) Warzenschwein, Kuhantilopen. Nur die Zeit hatt man ebend nicht. Vorrangig gehen wir auf Niederwild, Frankoline, Perlhühner, verschiedene Enten, Hartlaub, Withface Tree Duck, im Niger soll es noch Flußpferde geben. Herr Möller zum Jagen wie in dem südlichen Regionen oder Kamerun ist Nigeria nicht zu emfpfehlen. Hinzu kommt noch die - bedenkliche - Sicherheitslage.

Auf jeden Fall noch mals Danke und ein Lob für Ihre sehr Informative Webseite!

LM: Vielleicht könnte ich ja mal was besonderes für die nigerianische Polizei, das sonst niemand kann, bauen und neben der Bezahlung eine „Gefälligkeit“ dafür bekommen, nämlich ein Flußpferd oder einen Waldbüffel.

Hochachtungsvoll und Waidmanns Heil, Christian Strauch, Montag, 25. Juli 2011 19:09

R8 in 8x68S

Hallo Herr Möller

Mit großer Anteilnahmen lese ich Ihre Beiträge, bzw. Berichte und Beiträge von Schützen und Jägern. Mal staune ich, mal schmunzele ich , ber manchmal runzele ich auch die Stirn, wie im Beitrag vom 20.03.2012 zur R 8 im Kaliber 8 x 68 S. Ihre Antworten hätten meine sein können, Sie sprachen mir förmlich aus der Seele.

Ich führe eine Blaser R 8 im Kaliber 8 x 68 S, 65 cm Lauf mit einem Z6i 2,5 - 15 x 56 BT und für die Drückjagd ein Docter sight III. Ich verschieße MJG von Lutz Möller. Ich schieße bis 280 m ohne über den Haltepunkt nach zu denken, komme ich an die 300 m Grenze, mache ich drei Klicke an meinem Glas und „weiter“ geht's. 95 % meiner Stücke liegen im Feuer. Bei den Stücken rede ich von Rehwild über Schwarzwild bis hin zum Eland und den schußharten Oryx ( .... Oryx ist anders ).  Ich habe Rehwild auf 30 m beschossen aber auch auf 250 m, Schwarzwild auf 50 m sowie auf 170 m, alle lagen im Feuer, und bis auf ein leichten Blutschwamm zwischen den Häuten ( der sich mit wenigen Handgriffen entfernen läst ) kein Wildbretverlust. Oryx, die als sehr schußhart gelten, lagen im Feuer bzw. gingen max. 30 m!

Ein Oryx beschoß ich auf 290 m, kurz hinterm Blatt und tief ( Oryx wird tief beschossen ). Nach dem Kugelschlag ging er ein - zwei Schritte rückwerts, torkelt und setzte sich fast hin, kam wieder hoch, machte drei, vier schritte vorwärts und fiel um. Mein Freund und PH Ralf Liedtke sagte, so eine Wirkung habe noch nie gesehen. Ein Eland wurde von mir auf 150 m beschossen. Der ging hochflüchtig ab. Der Nachschuß wurde mir verboten, weil der Schuß gut Blatt saß. Beim Untersuchen des Anschusses stellten wir fest, daß ihr MJG zwei hinter einander stehende ( 2 -3 cm Durchmesser ) dicke Äste durchschlagen hat. Der erste hatte ein glattes Loch. Der zweite war abgebrochen und zerfetzt. Der Eland stand 6 - 8 m dahinter und bekam den Restbolzen gut Blatt. Nach einer langen Nachsuche wurde das Stück verändet an ein Wasserloch gefunden. Welche Kugel sonst kann das?

Für jene die noch suchen, werde ich meine Begeisterung für die R8 in 8x68S und vor allem Ihr MJG jederzeit kund tun.

Ich weiß was sie anmerken werden; „Wo sind die Bilder? Ich werde noch nachliefern.

LM: Danke.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg in Namibia und bringen sie mir mein Freund NB mit der .338 LM gut zurück.

LM: Gewiß!

Thomas Schönfeld, Donnerstag, 22. März 2012 13:32

Wunderwaffe

Hallo Herr Möller,

ich lese seit einigen Tage Ihre super aufgebaute bemerkenswerte Seite. Dennoch habe ich eine Frage an Sie. Ich suche eine 1 Mann Waffe für Polen, DE, und im Herbst auf Eland, Kudu nach Namibia.Welches Kal. sollte ich wählen, um allem gerecht zu werden.

LM: Ein hochwildtaugliches, also ab 6,5 m aufwwärts.

Ich wollte Mauser Mod. 98 nehmen.

Mit so einer war ich in Afrika 2012 in 8x68S gerade erfolgreich unterwegs. Siehe Brauchbare Treffer!

Alles ausgerüstet mit Ihren Geschossen! Ich bin kein Wiederlader! Der Farmer in Namibia möchte eine .375" H&H.

LM: Dann soll er sich eine kaufen. Ich würde das nie tun.

Ich selbst habe mit bestem Erfolg .300Weath.Mag.geführt.

LM: Seltenes Zeug.

Leider ist die Waffe weg. Ich dachte an etwas Stärkeres.

LM: Wozu?

Nicht 30-06. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Denn Ihre vielen Berichte haben mich ganz unsicher gemacht.

LM: Jede meiner Munition ab 6,5 mm  Kaliber taugt für Ihren Zweck. Lies Jagdmunitionswahl

Gerne würde Sie Sie auch kurz besuchen.

LM: Im Internet?

Komme aus Hann, Waidmannsheil. Mit besten Gruß Max

9,3x74R und Afrika Büchse

Sehr geehrter Herr Möller,

zunächst ganz herzlichen Dank für Ihren ausgezeichneten Netzplatz, der wohl einigartig in Breite und Tiefe in Europa ist.

LM: Danke!

Inhaltlich toll und auch für den engagierten Laien sehr gut verständlich. Es vergeht kaum eine Woche, in der ich trotz meiner begrenzter Zeit nicht mit Genuß über Ihre Zeilen lese! Auch den vielen Zuschriften ein Kompliment - so differenziert liest man Inhalte zu unserer geliebten Jagd kaum oder eigentlich gar nicht.

Kurz zu meinen zwei Anliegen: endlich, endlich ist es meinem lieben Freund und Büchsenmachermeister Herrn Ansgar Mette gelungen einen im guten Zustand erhaltenen original Mauser 98 von 1934 zu ergattern (wahrscheinlich lediglich zur Präsentation genutzte Ordonanzwaffe).

Ein Mauser aus der guten alten Zeit

Richtige Mauser kommen aus Oberndorf, nicht aus Isny!

Nun kann nach zwei Jahren Suche und etlichen Fehlgriffen, die meine 98er Sammlung (nicht wirklich) bereichern, der Aufbau zu einer echten Afrikabüchse erfolgen. Der Waffe angemessen dachte ich zunächst ganz klassisch an die 375 H&H, und musste jetzt lesen, daß Sie diese Patrone nicht mehr produzieren.

LM: Mauser ist deutsch. Was soll denn da rein? Zollkram aus England? Nicht mit mir!

Ist das Stand September 2012 noch aktuell?

LM: .375 H&H is no go!

Ich möchte auf jeden Fall eine Patrone aus Ihrem Haus schießen!

LM: Ganz richtig.

Aus Ihrer reichen Erfahrung - welches Kaliber würden Sie anders für eine klassische Plains Game Jagdwaffe empfehlen und in welcher Lauflänge (60 - 65cm)?

LM: Sowieso 65 cm für weite Schüsse. Die Frag ist, wie lang das System Ihrer Erwerbung ist. Die olle englische .375 H&H Patrone ist 91,22 mm lang. Die 8x57 IS, für die Mauser vornehmlich baute, ist aber nur 82 mm lang. Dafür sind die Magazine gebaut. Das setzt Grenzen. Lassen Sie zumnächst prüfen, wie lang der Magazinkasten ist, genauer, ob eine 8x68S mit 87 mm L6 und ein wenig Spiel, also 88 mm da rein paßt.

Leider bin ich noch nicht soweit, mir die Jagd auf die Big Five zu gönnen, aber in Zukunft ist das nicht ausgeschlossen. Insofern möchte ich natürlich hier ausstattungsmäßig vorbauen.

LM: Dann eher 9,3 x64 (nicht länger als 8x68S). Die führte ich jahrelang erfolgreich auch au weites und große Wild.

Die Waffe soll letztlich vererbbar aufgebaut werden (wenn man dann überhaupt noch jagen darf. Wenn nicht soll man Sie wenigstens bestaunen dürfen!Im z.B. Recknagel Sortiment sind mir ausreichend Beispiele für Kimme und Korn, Abzug, Sicherung etc. bekannt, aber funktional kann ich das wenig beurteilen. Hier bin ich - gerade für Kimme und Korn - für jeden Tipp sehr dankbar.

LM: Sehen Sie mal Heym SR20.

Zur zweiten Baustelle: meine fast neue Handspanner BBF Zoli in 9,3x74 und 12/70 möchte ich gern mit Ihren Geschossen waidwerken lassen. Die Waffe hat mit der zZt geschossenen RWS H-Mantel ein ausgezeichnetes Schußbild, leider bei mäßiger Wildbretverwertung beim Reh.

LM: Ach nee . . .

Wenn dann mal ein guter Bock in meinem Waldrevier breit steht, möchte ich diese Chance nicht verstreichen lassen nur weil ich das falsche Geschoß führe und Angst habe den armen Kerl zu Brei zu schießen.

LM: Dann nehmen Sie das richtige, nämlich meines. Da bleibt Ihnen gar keine anderr Wahl! Ein besseres Jagdgeschoß für Wild werden Sie nicht finden.

Ich jage für Fleisch und das Erlebnis. Einfach wäre, ginge es nur ums totschießen. Meine 9,3 führe ich insbesondere, weil ich mit kleineren Kalibern und Teilmantelgeschossen doch des Nachts im Mondansitz - wenn auch sehr selten - mit weichen Knien den beschossenen Keilern hinterhergelaufen bin.

LM: Was soll das denn? Nie das Kaliber bringt die Wrikung, sonder nur brauchbare Treffer mit richtigem Geschoß! Wie anders soll das sein? Denken Sie mal nach! Das meist Wild der Welt wurde mit 7x57 Patronen geschossen, einschließlich über tausen Elfanten zu Elfenbeingewinnung allein von einem einzigen Jäger aus Schottland. Sieh auch Jagdmunitionswahl.

Bell schoß mit unser guten alten 7x57 Patrone massenhaft Elefanten! 

Alle Stücke lagen zu 100% mausetot nach 50-100m (!), dennoch wollte ich für gerade diese Sauen Ansitze mehr Power / Reserven - ich habe zwei kleine Kinder! Fazit: die bisherige Wirkung ist mir nicht genug, und Ihre MJG/MJG Tiere bringen das Verhältnis Wirkung zu (nahezu egal welches) Wild ganz offensichtlich besser ins Verhältnis.

LM: Ja, aus Absicht und Vermögen.

Außerdem will ich in meinem Revier auch mal weiter rauslangen können. Wo und wie läuft eine Bestellung ab?

LM: LM Munition gibt's im Laden.

Dann die letzte vielleicht simple Frage: Ist richtig die BBF mit geladenem Schrotlauf einzuschießen.

LM: Ja.

So mache ich das laut Tipp eines alten BüMa's immer (Treffpunktlage), oder ist das völlig gleichgültig?

LM: Nein, siehe Gewehrlaufschwingungen!

Herzlichen Dank vorab für Ihre Rückmeldung!

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Martin H. Mittwoch, 22. August 2012 16:55

zu 9,3x74R und Afrikabüchse

besser Klein- oder Großkaliber?

Moin Lutz,

das glaube ich jetzt nicht, ich zitiere:

„LM: Mauser ist deutsch. Was soll denn da rein? Zollkram aus England? Nicht mit mir!“

Was machst du selbst? Merkel KR1 (deutsch, jetzigen Eigentümer mal ausgeklammert) und 7 mm Rem. Mag. amerikanischer Scheiß auch mit Gürtel. Na, merkst Du selber was, oder?

LM: Die 7 mm Rem Mag, ist, vom Gürtel mal abgesehen, eine ganz ausgezeichnete Patrone für weite Schüsse. Sicher hätte ich die lieber ohne Gürtel, aber das ist auch das einzige, da stört. So weit ich merkel kenne, sitzen die in Suhl und arbeite dort mit einheimischen Kräften. Der Eigentümer ber ehnlo

Außerdem mal zur Info, die Mutterhülse der 7 mm Rem Mag ist die .375 H&H. Für die .375 H&H wurden tausende Mauserbüchsen eingerichtet. Daß ist eine ganz hervorragende Patrone, ich setze sie mit Erfolg von der Krähe bis zum Rotwild ein.

LM: Die große .375 = 9,3 mm Patrone (mit 9,30 mm Feld Ø) schießt weder so weit noch so gestreckt, wir die kleinkalibrigere 7 mm. Auf eben diesen Unterschied kommt es an. Krähen und Rotwild fange ich mit der 7 mm mit meinen Geschossen ganz ebenso, nur eben angenehmer und viel weiter draußen.  

Diese Patrone und auch die Geschosse nicht mehr anzubieten, halte ich für völlig falsch. Daß solltest Du unbedingt überdenken, sonst wandern die Kunden ab.

LM: Die .375" ist zu selten. In dem Bereich sind vornehmlich 9,3x62 und weniger 9,4x64 üblich, auch wenn die beiden letzteren mit 9,00 mm Feld Ø etwas kleiner sind. Die Benahmung stimmt also im Großkaliber bei allen dreien nicht, während die 7 mm Rem Mag mit 7,04 mm Feld Ø mit 7 Nenn-Milimetern wahre Werte nennt, denn auf die 2. Stelle hinter dem Komma kann man verzichten. 

Gruß, Thomas, Samstag, 8. September 2012 16:28

9,5 mm Geschosse

Lutz Möller 9,5 mm MJG 9505

Lutz Möller 9,5 mm MJG 9505 im NOvember 2015

Hallo Lutz

ich las gerade Deine Gepräche mit Albert und muß leider in dieselbe Kerbe wie er schlagen. Leider fordern eben manche Länder 9,5 mm (.375") Mindestkaliber  auf manches Wild.

LM: Falsch. Waffen für die .375" Patronen weisen 9,3 mm Kaliber auf! Tommies reden bei Munition vom Geschoßdurchmesser. Wir Deutsche meinen beim Kaliber richtig den Rohrdurchmesser (Nennwert) - immer an den Feldern gemessen.

Was bringt mir zu wissen, auch ein kleineres Kaliber würde reichen, wenn man mich nicht schießen läßt. Auch ich würde mich sicherlich mit 2 - 300 Stück beteiligen, damit meine .375 H&H auch in Zukunft Futter hat. Ich möchte wehrhaftem Wild eben am liebsten mit Deinen Geschossen gegenüber treten, gleich wo.

LM: Richtig!

Als pure Anmerkung möchte ich noch äußern, wenn Du ein „neues“ MJG für 9,5 mm auflegen würdest, wäre zu überlegen die Leistung weg von der Wildbretentwertung hin zu „Zerstörer“ zu verändern ? Ich meine, der mit solchen Kalibern auf Jagdreisen geht, tut dies nicht des Wildbretes (sonst stört den Farmer auch nicht das kleinere Kaliber, siehe Fleischjagd) sondern der Trophäen wegen. Dabei kommt es eben vor allem darauf an das Stück zügig zu legen, aber sonst nichts. Ich weiß wohl, daß Du Dich mit dem Thema besser als ich auskennst. Deshalb möchte ich dies nur als Anmerkung verstanden wissen, aber nicht als Kritik. Ich bin mit Deinen Geschossen - wie sie sind - mehr als hochzufrieden!

Ich mache mich demnächst auf den Weg nach Südafrika und hoffe, ich werde Dir vom Wirken Deiner Geschosse in 9,5 mm dann berichten können.

Liebe Grüße und Waidmannsheil JR , Montag, 10. September 2012 19:31

Moin Jürgen,

Wildpretschonung und kurze Fluchtstrecken bilden bei meiner Munition keine Gegensatz, sondern ein Einheit.

Lies Wundwirkung! Die Erfahrungen mit den Zerstörern 2005 in Afrika zeigten, größere Zerstörung bewirkt nicht kürzere Flucht. Tödlich getroffene Tiere können, außer wenn das ZNS wesentlich beschädigt wurde, noch so lange machen, was die wollen, bis der Blutdruck durch Blutabluß soweit abgefallen ist, daß erstens die Netzhaut in den Augen nicht mehr   duchblutet ist - dann erblinden die - zweitens das Groß, bzw. Zwischenhirn nicht mehr durchblutet wird - dan fallen die. Zuletzt fällt die Stammhirnversorgung aus, damit die Atmung. Daran sterben die bereits gefallene Tier dann endgültig. Schlegeln können die immer noch ein Weile - auch ganz ohne Hirn. Das Rückenmark steuert das Schlegeln.

Waidmannsheil, Lutz

.375" Munition

Hallo Herr Möller,

angeregt  verfolge ich die Erörterung um Geschosse bzw. Patronen im Kaliber .375 oder 9,5 mm. Wir hatten uns im Frühjahr schon darüber ausgetauscht. Für die Jagd in Tansania 2013 u.a. auf Elefant, Büffel und Löwe würde ich schon 500 Geschosse abnehmen. Da ich kein Wiederlader bin, am liebsten als fertige Patrone .375 H & H. Gerne werde ich mit Bildern darüber berichten.

LM: Dann treffen wir uns vileicht. Ich werde dann auch da sein.

Vielleicht könnten Sie mit einer kleinen Umfrage auf Ihrer Seite ganz allgemein den Bedarf abfragen und sich dann doch entschließen, eine kleine Serie davon zu fertigen ?

LM: Hm . . .

Mit vielen Grüßen und einem Waidmannsheil Wolfgang Runge, Montag, 10. September 2012 18:23

.375" Munition II

Sehr geehrter Herr Möller,

Sie würden einem großen Teil Ihrer (treuen) Kunden einen riesigen Gefallen tun, sollten Sie die Produktion der .375" noch einmal aufnehmen. Als fertige Munition in Ihrem Laden wäre dies sicherlich für viele - außer für Sie - am einfachsten, aber dann nur wirklich sinnvoll, wenn es alle paar Jahre (5-10 ?) eine Neuauflage gäbe, um den Problemen einer möglichen Überlagerung zu entgehen. Deshalb ist der pragmatischere Ansatz die einmalige - mit Vorankündigung und fester Vorbestellung - Produktion allein der Geschosse, so daß dann jeder so viele davon erwerben kann, daß die nächsten 20 Jahre gesichert scheinen. Ich vermute, der Umfang einer solchen Aktion wird eine Gesamtstückzahl von mehreren tausend MJG ergeben.

Mit freundlichen Grüßen, Alexander von Rössing, Dienstag, 11. September 2012 11:47

.375" Munition III

Morgen Lutz!

Wie ich sehe würden die 9,5er doch etwas laufen. Habe da  - glaube ich - was ins Rollen gebracht.

Grüße, Albert Z., Dienstag, 11. September 2012 09:48

.30-06 gegen 8x68S mit MJG

Sehr geehrter Herr Möller!

Ich habe eine alte .30-06 Springfield (ja, ja, ich weis eh ...) und überlege die Anschaffung einer 8x68S für weite Schüsse auf Rotwild und Gams. Nun habe ich Ihre Tafeln aufmerksam studiert und folgendes herausgelesen:

Geschoßmasse beim MJG praktisch gleich:
30-06: 8,0g
8x68S: 8,2g

LM. Wer will das wissen?

Flugbahn 300 m:
30-06: -15,8cm
8x68S: -9,8cm

LM: Falsch, bei der 8x68S mit meiner LM Munition nur 8,5 cm!

Diese 6 cm Unterschied sind mir in der Praxis bei Schüssen von bis 300 m egal.

LM: Mann! Was soll das denn? Genau darauf kommt es für das weite Schießen vorrangig an, nämlich die Flugbahn. Wozu arbeite ich eigentlich jahrelang?

Da wirken externe Faktoren stärker. Seien es nur meine Zielkünste, wenn ich mit Puls 160 nach Bergaufstieg schießen muß.

LM: Zu schießen kann und muß man lernen. Lies Schußangst und Mucken. Wenn du weder schießen kannst, noch lernen willst, bleibe zu Haus und schreib mir nicht noch mal!

Zielwirkung: Hier hätte ich gewaltige Unterschiede erwartet, jedoch sind die Knochenwerte praktisch gleich, die Fleischwerte im 5%-Bereich relativ zueinander.

LM: Ja, aus Absicht, denn die Tiere sind auch immer gleich.

Nachdem die Geschossmasse praktisch gleich ist, hätte ich eine viel höhere Restenergie bei der 8x68S erwartet, verbunden mit deutlich höherer Zielwirkung auf Fleisch und Knochen. Jetzt frage ich mich bzw. Sie: Soll ich mir denn überhaupt eine 8x68S anschaffen? Oder soll ich einfach bei meiner .30-06 bleiben und sie lediglich mit Ihren Ladungen, Geschossen „modernisieren“?

LM: Weite Schüsse erfordern unabdingbar schnelle Geschosse. Nun denk mal mit. Hier steht alles. Lies mal - in Ruhe.

Herzlichen Dank! Mit freundlichen Grüßen, Alexander Weinbacher, Donnerstag, 6. September 2012 21:11

LM 8x57 Munition für Afrika 2014

Sehr geehrter Herr Möller,

ich möchte Sie herzlich um Rat bitten.

Wir wollen 2014 nach Afrika zur Jagd fahren. Ich führe zur Zeit einen Merkel KR1 in 8x57IS und eine Bockbüchse in 7x65R, beide natürlich mit Ihren Geschossen. Ich bin sehr zufrieden, habe bislang damit 24 Rehe, 26 Sauen und 1 Stck. Rotwild erlegt, davon keines verloren. Meine Frage lautet nun:

Reicht Ihre LM 8x57 Munition mit MJG für Afrika?

LM: Ja, außer für Dickhäuter (nämlich Elefant, Nashorn, Flußpferd).

Ich überlege mir noch eine Mauser M12 Extreme in 300 Win Mag natürlich mit Ihren super MJG als Munition zuzulegen.

LM: Nicht notwendig.

Was würden Sie mir raten bzw. empfehlen?

LM: Ein kleineres Glas, als das schwere 72 mm Monster, daß Sie derzeit auf der KR1 aufgebaut haben, z. B. ein 1,5-6x42, damit Sie bei der Pirsch nicht erschwitzen oder erlahmen und der Schwerpunkt der Waffe weiter nach unten kommt, daß die für dne freihändigen Schuß auf der Pirsch auf Schönfeld besser in der Hand liegt.

Sehr gespannt auf Ihre Antwort verbleibe ich mit
freundlichen Grüßen und Waidmanns Heil, Steffen Münch, Mittwoch, 21. August 2013 11:53

425 African für Nilpferd 2016

425 African Patrone

425 African Patrone

425 African Geschoß

425 African Geschoß 1046 | 42 mm lang | 20,8 g | 15,5 g Restbolzen für 93 mm lange 425 African Patrone

60 cm Lauf | GEE 187 m | ± 5 cm Reichweite 217 m

Masse
[g]
Dichte
[%]
Druck [bar] Umsatz
[%]
V0
[m/s]
Bemerkung
höchst vorn
4,98 95,0 4.175 480 100,0 809  
4,60 91,4 4.247 437 100,0 793  
4,90 96,7 3.570 482 99,99 779  
Flugbahn
0 50 100 150 200 250 300
809 789 768 747 727 706 686
-4,5 +2,2 +5,0 +3,7 -1,9 -12,3 -27,7
Leistungen
          88 -
           18 -

Dieses Geschoß wird ein Werk für einen Kunden. Wenn die Nilpferde mitspielen, wird in diesem Fall 2016 ein Film der Dickhäuterjagd dabei herausspringen. Ich werde selbst filmen.

Ran an den Feind

425 African Hecke

Nilpferdjagd

Nipferd auf Straße

August Möller 1903

August Möller 1903 - damals ein mutiger Mann

Hemuth Möller 1944

Helmuth Möller 1942 - damals einmutiger Mann

Nilpferdschädel

Nilpferdschädel

425 African Flachköpfe

Lutz Möller Geschoß 1047 für die 425 African für den Schuß auf das Nilpferd an Land von vorn - eine mutige Tat.

Mjölnir

Man möge mir den Spruch „ran an den Feindbei der Jagd verzeihen, denn das Wild ist nicht unser Feind, wir sind seine Freunde. Aber gerade dieser Spruch ist ein althergebrachter Spruch in unserer Sippe sich in banger Lage aufzumuntern, nicht zu feige zagen, sondern mutig zu wagen.

So soll das sein, werden und bleiben.   

Lutz Möller, Oktober, 2015

Afrika