Lutz Möller

Geschoßmerkmale

für die Dreifaltigkeit: Kino | Kreuzer | Flitzer

7,6 mm Flitzer

7,6 mm Flitzer geben genau vier Splitter und einen Restbolzen

Merkmalbewirkt Vorteil
     
Erstes Führband liegt spielfrei im Übergangskegel an → beste Genauigkeit erleichtert kleines Wild zu bejagen, trifft auch bei weiten Schüssen erfolgreich
     
Flitzer & Kreuzer behalten Masse → dringen tief ein
     
Werkstoff Messing → hart → durchdringt Holz, Hindernisse und Zweige fast ohne Ablenkung
     
Flitzer & Kreuzer hinterlassen platten Restbolzen dringen schulterstabilisiert schnurgerade durch das Wild
Gekerbte Hohlspitze splittert bestimmt → 4 grobe Splitter wirken sofort
     
Geringe Masse wenig Rückstoß  schießt angenehm 
     
Führbandgeschoß geringer Einpreßkraft läßt sich bei mäßigem Gasdruck deutlich hochladen schnelle v0
     
Geringe Masse beschleunigt schnell→ schnelle v0
     
schnelle v0 flache Flugbahn große nutzbare ± 5 cm Reichweite
     
hohe Zielgeschwindigkeit große Wirkung kurze Fluchten
     
Geringe Reibung → Lauf bleibt kühl → Luft flimmert später, Jäger trifft  ohne Mirage oder Flimmerwehr

7,6 mm Kreuzer

7,6 mm Kreuzer geben genau vier Splitter und einen Restbolzen

Fluchtender Geschoßsitz dank genauer Passung und vollkommen gleicher Masseverteilung und Rundheit, bringt erstklassige Genauigkei.:

Die Führbänder gestalte ich soweit vorn, daß das Geschoß die Patrone mit Passung im Übergangskegel (fast) spielfrei führt, statt umgekehrt die Patrone wie üblich mit 0,1 mm oder mehr Hülsenmundpassung mit Reihenstreuung klappern zu lassen. Eine Waffe mit einem mittig, fluchtend sitzenden Geschoß schießt genau.

Vollkommen gleichmäßige Masseverteilung und Rundheit. Herkömmlich gepreßte Beigeschosse mit Mantel leiden an einer Zwickmühle, die sich meinen gedrehten Messingeschossen nicht stellt.

Tombakmäntel werden gezogen und gepreßt. Gleichmäßige Wandstärke über den ganzen Umfang und Länge ist die wesentliche Voraussetzung für ein Bleigeschoß genau zu fliegen. Sind die Wandstärken an verschiedenen Orten ungleich, so verschiebt sich der Schwerpunkt aus der Mitte heraus, weil Blei und Mantel unterschiedlich dicht sind. Solange das Geschoß im Lauf ist, muß es der Geometrie folgen. Kaum verläßt es den Lauf, drehen die Kreiselkräfte jedes Geschoß genau um seinen Schwerpunkt. Sofern bei einem unrunden Geschoß oder allgemein einem Geschoß, bei dem der Schwerpunkt außermittig liegt, versetzte sich die Mitte um eben jenen außermittigen Betrag. Das wirkt sich auf das Geschoß als seitliche Abweichung von der geraden Seelenachse aus, so als schubste man es zur Seite. Da vorher nicht bekannt ist in welcher Richtung der Schwerpunkt außermittig liegt, streuen die Treffer beliebig in der Gegend herum.

Wettbewerbsgeschoßhersteller (z. B. Berger) wählen daher besonders dünne Mäntel, um den möglichen Versatz klein zu halten. Leider halten solche Geschosse dann keine Höhen Drehzahlen mehr und können mit hoher V0 aus kurzem Drall verschossen schon mal vor dem Ziele als kleine graue Bleistabwolke in der Luft ihr Leben beenden, bevor sie etwas sinnvolles geleistet haben.

Jagdgeschoßherstellern bleibt dieser Weg zur Genauigkeit verwehrt, weil die Geschosse eine gewisse Festigkeit aufweisen müssen, um nicht im Ziel schon in der Oberfläche zu zerplatzen. Sie müssen dicke Mäntel wählen, und der Jäger eben die damit verbunden Ungenauigkeit aushalten, die ihn in nutzbaren Jagdentfernung beschränkt. Die amerikanischen Jagdgeschoßhersteller wählen meist einen Mittelweg mit verhältnismäßig dünnen Mänteln, um die Genauigkeit einigermaßen hinzubekommen. Den Preis bezahlt der Benutzer bei der Nachsucher, wenn ihm durch das zu weiche Geschoß der Ausschuß fehlt!

Meine Geschossesind von all diesen oben genannten Übeln der Mantelgeschosse frei. Nur ein Werkstoff im Geschoß, nämlich Messing, hat nur ein Dichte. CNC-gedrehte Geschosse sind rund. Aus beidem folgt, bei meinen CNC-gedrehten Geschossen ist der Schwerpunkt immer in der Drehachsenmitte. Folglich kann es keinen Abgangsfehler aus Unrundheit oder ungleicher Masseverteilung geben.

CNC-gedrehte Lutz Möller Geschosse sind von daher grundsätzlich genauer als alle Mantelgeschosse.

Die Hülsenmundwandstärke der .300" WSM soll nach CIP 0,445 mm betragen. A. H. maß am 26. Oktober 2004 nach. Er berichtete

Maß CIP Romey Winchester Norma
Wandstärke [mm] 0,445 0,430 0,350 0,380
Mindermaß [mm] - 0,015 0,095 0,065
Patronenspiel im Hals [mm] 0,020 0,035 0,115 0,085

Obige Werte aus der wahren Welt, nicht den Spezifikationen, bedeuten schlicht, tatsächliche Patronen klappern im Lager herum, bringen jedenfalls das Geschoß nicht mittig und fluchtend vor den Lauf. Das ist aber mindeste Voraussetzung genau zu schießen. Nur ein genau sitzendes Geschoß kann den Lauf erschütterungsarm entern und demzufolge ohne eingangsseitig verursachte Abgangsfehler wieder verlassen. Das erste Führband meiner Geschosse ist so groß, daß es im Kegel fast ohne Spiel anliegt. Weil dünn, klemmt es nicht so stark, als daß die Patronen unabgeschossen nicht wieder entladen könnte. Genau in dem klapperfreien mittigen fluchtenden Sitz, liegt eine Ursache für die Leichtigkeit, mit der Waffen mit MJGen ohne große Ladungsentwicklung auf Anhieb meist gut treffen. Insofern sind meiner Geschosse auch ohne die Ladungsleiter gut zu benutzen, mit natürlich noch besser.

Wnn, wie bei Winchester oben, das Geschoß deutlich mehr als 1/10 mm klappert. Das ist Schrott! Siehe auch Lutz Möller Genauigkeit.