Patronenwahl

308

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Inhalt Mein Rat | Lutz Möller empfiehlt Patronen für die Jagd | Vorzugspatronen | Jung und schön, doch voller Sorgen | Empfohlene Munition | Eine für Alles | Kaliberwahl - das alte Lied | Schwarzwald - Namibia | Mal wieder die alte Frage | 7 mm | 8x57IS MJG für Jungjägerin | Lieblingspatrone für alles | Munition für Norwegen

Mein Rat: Nimm Vorzugspatronen!

Sehr geehrter Herr Möller,

vielen Dank für die Rückfrage. Ihre Munition ist für die nächste Bestellung gesetzt. Ich melde mich dann wieder. Mir ging es erst einmal um den Preis. Sehen Sie es mir bitte nach. Es munkelte, man könne dann auch gleich Goldklümpchen verschießen. Kann sein, aber dann sind die so klein, daß es mich nicht schreckt.

Jetzt muß ich entscheiden, ob ich vorhanden Waffen optimiere, eine neue anschaffe oder beides - das wird mich noch ein bißchen Überlegung kosten.

Viele Grüße, Michael Hoffmann, Sonntag, 15. März 2015 19:22

Herr Hoffmann,

all meine randlose, hochwildtaugliche Munition streckt jedes Tier (Dickhäuter wie Elefant, Nashorn, Nilpferd mal ausgenommen). Meine Geschosse durchdringen bis 300 Meter Schußentfernung bei mindestens ½ m Fleisch oder 0,1 m Knochen.

Daher rate ich Ihnen:

  1. Verzetteln Sie sich nicht mit Vielem, sondern beschränken Sie sich auf Weniges.

  2. Wählen Sie das Kleinstmögliche, das am angenehmsten schießt, weil damit in der Regel besser getroffen wird.

z. B. 308 auf Büffel

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Lutz Möller empfiehlt Patronen für die Jagd

Oft wird Kaliber zu Munition gesagt. Das ist völlig falsch und unangebracht. Das Kaliber bezeichnet nur den Bohrungsdurchmesser des Laufes, nicht aber die Munition insgesamt. Solange nur Musketen mit Bleirundkugeln geschossen wurden sagte das Kaliber alles. Seit 200 Jahren ist deren Zeit aber schon vorbei. Das ist lange her. Neuere Patronenmunition, seit Mitte des 19. Jahrhunderts, das auch schon lange vorbei ist, erhältlich, hingegen hat nicht nur ein Kaliber sondern auch auch ein Metallhülse. Daher soll man seit 150 Jahren zu einer Patrone auch richtig Patrone sagen, aber nicht fälschlich Kaliber.

Nur folgende Munition empfehle ich auf lange Sicht zur Jagd.

Kaliber Munition
nah weit
5,6 mm .222 Rem. | 223 Rem. 22-250
7 mm 7x57 7x64 | 7 mm Rem Mag
7,6 mm 308 .30-06
8 mm 8x57IS  
9,3 mm 9,3x62  

Denn nur bei diesen bin ich  mir sicher, auf lange Sicht brauchbare Hülsen von einem anehehmbaren Hersteller beziehen zu können und Munition anbieten zu können.

Vorzugspatronen

Tatsächllich werden bevorzugt .308, .30-06, 8x67IS und 9,2x63 gekauft, 80%. Der Rest ist kleckerkram. Ich könnte mich also für 80% meines Geschäftes darauf beschränken. Der vornehemlich rehwild un Füchse schiß´t kommt mit 5,6 mm zurecht. nur REhwilf  fa kauen

Hallo Herr Möller,

ich führe einen Sauer & Sohn Drilling Mod. 3000 Lux im Kaliber 7x57R / 16/70. Im rechten Schrotlauf ist ein mündungslanger Einstecklauf im Kaliber .222 Rem Mag eingebaut. Die kleine Kugel wollte ich eigentlich auf Rehwild nutzen, um die Wildpretverluste in Grenzen zu halten. Leider habe ich mit der benützten Munition bei Rehwild enorme Fluchtstrecken bzw. waren die Stücke nicht zu finden. Und zwar bei Schußentfernungen von zwischen 60 - 110 Metern. Können Sie mir eine Munition für dieses Kaliber empfehlen und gegebenenfalls eine Bezugsquelle für fertige Patronen nennen, da man die .222 Rem. Mag. nur sehr selten bekommt.

Über eine kurze Nachricht würde ich mich freuen. Vielen Dank für Ihre Mühe.

Waidmannsheil Matthias Drössel, Montag, der 13. Januar 2014

Tag Herr Drössel,

nein, kann ich nicht.

Mein Geschoß würde zwar bieten, was Sie wünschen, aber ihre beiden Patronen sind gar nicht gängig und daher als veraltet zu bezeichnen, Hülsen kaum zu beschaffen. Sowohl die .222 Rem. Mag als auch die 7x57R kommen nur noch ganz selten vor. Mir scheint, hier ist nun Zeit für eine neue Waffe.

Lesen Sie auch Möller Munition wirkt anders. Für die Ziel- und Wundwirkung kommt es viel weniger auf die Patronen, als viel mehr auf Zielwahl und das Geschoß an. Bei letzterem sind Sie bei mir in besten Händen und fragen den Richtigen. Ich forsche, entwickle und arbeite seit 2002 an Jagdgeschossen und Verwandtem und biete Ihnen heute in der 4. Erbfolge den möglichen Stand der Technik. Ein besseres Jagdgeschoß werden Sie nicht finden.

Für alle jagdlichen Aufgaben gute und gängige Patronen sind .308 Win., 8x57IS,  .30-06 Sprg. und auch die 9,3x62 (aber größer als man braucht, muß man nicht wählen). Wenn weit geschossen werden soll, kommen die .270 Win. und 7 mm Rem. Mag., die weltweit gut eingeführt und recht weit verbreitet sind, noch hinzu.

Im Kleinkaliber für Rehwild kann man .222 Rem. .223 Rem. oder auch die 22-250 Rem. für weite Schüsse wählen. Wenn keine Dickhäuter (Elefant, Nashorn, Nilpferd) auf dem Speiseplan stehen, genügt diese bescheidene Auswahl für Nieder- und Hochwild, für die man heute und in Zukunft fast überall Waffen bekommt und bekommen wird.  Militärpatronen fanden und finden immer die größte Verbreitung. Mehr Auswahl muß nicht sein.

Sicher gibt oder gab es tausende anderer Patronen, mit denen man Wild zur Strecke brachte oder noch bringt. Das mag ja sein. Speer, Netz, Fallgrube, Schlingen oder Bogen bringen ja auch Erfolge. Ihre zwei entscheidenden Fragen müssen aber lauten:

1. Bekommt man die Munition sicher?

2. Werden dafür Waffen oder Läufe gebaut?“

Daraus ergeben sich die Unterschiede zwischen brauchbar und unnütz! Als gewerblicher Anbieter ist die Versorgungssicherheit wichtig. Ohne Ware, kein Geschäft. Für Jäger gilt das ebenso. Ohne Munition keine Jagd. Als verabschieden Sie sich von Veraltetem und suchen sich was Gängiges. So gewinnen Sie Sicherheit und genießen die dann mit Freude.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Jung und schön, doch voller Sorgen

Die Qual der Wahl

Tag Herr Möller,

ich bin ein 16 jähriger Jungjäger aus der Schweiz. Derzeit stehe ich vor der wichtigen Entscheidung. Ich möchte mir meine erste Repetierbüchse kaufen. Diese will ich später recht vielseitig einsetzen (Rehe, Gämsen, Wildschweine). Nun bin ich völlig unschlüssig welches Kaliber, welche Jagdmunition und welchen Hersteller ich wählen soll. Können Sie mir weiterhelfen? Ich würde mich auf eine Antwort freuen!

Patrick Küng, Sonntag, 14. Januar 2007

Lieber Patrick,

willkommen bei uns Waidgenossen. In Lied heißt es, jung und schön und ohne Sorgen, doch jeder Jungjäger muß ein Entscheidung treffen, obwohl er keine Erfahrung hat. Das bringst die Lage so mit sich und ist mißlich. Wie man es falsch macht (Ich selbst falsch machte) steht in Jungjäger mit .30"-06. Die Jagdmunitionwahl, denn darum geht es, nicht nur um das Kaliber, ist hier beschreiben. Lies also unten weiter.

Dabei mußt du natürlich wissen, das in manchen Kantonen teils sehr alte Gesetze gewisse Anforderungen stellen, oder Beschränkungen auferlegen, in Graubünden z.B. mindestens mit Kaliber 10,2 mm zu schießen, aber nicht weiter als 200 m. In einem anderen Kanton oder Land waren 6 mm und 220 m. In Deutschland werden auf Hochwild 6,5 mm und 2.000 kinetische Geschoßenergie in 100 m Entfernung verlangt. Dazu kann ich bei dir nichts sagen. Frage deinen örtlichen Jagdverein. Am besten trittst du ihm gleich bei, damit deine Belenge nach außen vertreten werden.

Welche Waffe zu dir paßt, bestimmt im wesentlichen der Schaft. Ob der und der Griff dir liegen, kann niemand aus der ferne sagen, weil das davon abhängt, wie du gewachsen bist. Du mußt die Waffen in die Hand nehmen und sie müssen dir liegen. Insbesondere muß dein vorderstes Abzugsfingerglied rechtwinkelig zur Schußrichtung am Abzug liegen, damit du gerade abziehst. Andernfalls ist leicht möglich die Waffe schief zu ziehen oder gar flüchtig zu verreißen. Dann triffst du nicht. Der Treffer ist bei weitem das wichtigste von allen, sowohl beim Sport als auch bei der Jagd. Treffer kommen aus dem Schaft und der Übung.

Der Lauf schießt, aber nur der Schaft trifft

Die Jagdmunition ist dabei eher unwesentlich. Ich übe angenehm und günstig mit einem jagdlich geschäfteten Kleinkalibergewehr. Anders als beim Sport, muß bei der Jagd neben dem Treffer an der unbedingt richtigen Stelle (Lies Zielwahl) das Geschoß noch wirken und deiner künftigen Beute ein tödliche Verletzung zufügen, damit es unverzüglich sterben, ohne ihm dabei unnötiges Leid zuzufügen. In diesem Sinne die Belange des Wildes nach Möglichkeit angemessen zu berücksichtigen, heißt waidgerecht zu jagen, obwohl dazu noch mehr gehört. Beim richtig gesetzten Treffer ist die Jagdmunition wiederum eher unwesentlich, da die Hülse ja im Gewehr verbleibt und nur das Jagdgeschoß das Tier durchdringt und verletzt. In der Rangfolge jagdlicher Bedeutung stehen also bewußte Zielwahl an oberste Stelle. Du mußt dein Wild inwendig kennen (lernen). Dann mußt du Schießen lernen und vor allem zu treffen lernen. Wenn du beides beherrschst ist der Grund für guten Jagderfolg gelegt. Als dritter Rang kommt das Geschoß. Als bestes Geschoß nimmst du mein Lutz Möller Geschoß.

Das wiederum muß nun irgendwie abgeschossen werden und nun komme ich auf dein eingängige Frage nach Kaliber und Patrone zurück. Es kommt nicht so drauf an. Irgendwo zwischen 7 und 8 mm liegen ausgewogeneren Möglichkeiten ein Geschoß auf die Reise zu schicken. Weiter unten steht mehr dazu. Lies dort weiter.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Mein erstes Dankesmail war ein bißchen billig, da ich den Bericht auf Ihrer Seite leider noch nicht lesen konnte. Ich bedanke mich ganz herzlich, daß Sie sich so gründlich mit meiner Frage befaßt haben.

Gruß Patrick Küng, Montag, 15. Januar 2007 16:49

Lieber Herr Möller,

ich wohne im Kanton Bern.Hier gelten folgende Mindestenergien Vorschriften: Rothirsch, Wildschwein, Damhirsch, Sikahirsch, Mufflon > 200 mkg (1962 J), Gämse > 150 mgk (1472 J), Reh >100 mkg (981 J). Da bei uns ein großer Teil der Jäger Waffen mit dem die 7x64 (TIG 11,5g) führen, spiele ich mit dem Gedanken ein 7x64 zu kaufen. Anders als die meisten Jäger möchte ich aber ein Lutz Möller Geschoß verwenden. Was meinen Sie zu meinen Überlegungen?

 Patrick Küng, Gesendet: Montag, 15. Januar 2007 17:14

Tag Patrick,

das Lutz Möller Geschoß in der 7x64 fliegt deutlich flacher, wirkt sinnvoller und dringt viel weiter ein, als das 11,5 g TIG. Damit ist die gute alte Patron viel besser als mit jedem anderen Geschoß und gerade in den Bergen eine gute Einheitsbewaffnung. Der Lauf darf nicht kürzer als 60 cm sein, soll besser noch 65 cm lang sein.

Waidmanns heil, Lutz Möller,

Siehe auch 7x64 mit Lutz Möller Geschoß in Afrika 2007

Empfohlene Munition

Hallo Lutz,

erstmal möchte ich Dir zu Deiner Seite gratulieren! Die wissenschaftlichen Folgerungen sind ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Waidgerechtigkeit!

Doch bleibt für mich schwierig, die unermeßliche Fülle Informationen dahingehend auszulegen, daß ich eine Wahl treffen kann. Ich suche Munition, die ich als echte Eine-für-alles-Lösung gebrauchen kann. Die Gründe sind einfach: Da ich ohne feste Jagdgelegenheit teilweise zwischen dem zarten Rehbock bis hoch zum dicken Bassen alles Wild mit einer Waffe strecken muß, kann ich mich nicht besonders festlegen. Ich möchte auch nicht auf Leihwaffen oder wechselnde Ladungen zurückgreifen müssen. Daß diese Anforderungen immer nur einen Kompromiß hervorrufen können, ist klar, aber in gewissem Maße kann man doch sicher eine Patrone für alles empfehlen?

Mit ,,alles“ meine ich mitteleuropäisches Schalenwild vom Reh-, Schwarz- Rot- und Dam- bis hin zum Muffelwild (letztere beiden wohl eher selten). Exoten, die man im Jägerleben vielleicht - wenn überhaupt - nur einmal bejagen wird, wie Sikawild, klammere mal aus. Ich kann also weder im Gewicht, noch in der Wildart irgendeine Gewichtung angeben. So kann z.B. vorkommen, daß ich zum Sauenansitz eingeladen werde und nur einen Frischling strecke, im Winter aber nach Polen fahre und da einen dicken Brummer von Keiler vor mir habe.

Wie gesagt: Nicht erwarten zu können, daß ein Kaliber und ein Geschoß auf Brunfthirsch wie auf 15-kg-Frischling gleichermaßen umwerfende Wirkung zeigt, steht außer Frage. Aber innerhalb angemessener Grenzen alles zu legen und auch bei Waidwundschüssen nicht zu aussichtslosen Nachsuchen zu führen, ist doch sicher kein Ding der Unmöglichkeit?

Ich dachte zunächst die 7x64 oder die .30-06, aber lasse mich gern eines Besseren belehren! Für eine Antwort bedanke ich mich schon im voraus!

Mit bestem Waidmannsheil, Kuddel Dutt (Name geändert)

Lieber Kuddel,

danke für deine Post. Nun ist es also so weit. Im Laufe der Jahre ist die Stoffülle bis zur nicht mehr zu bewältigenden Überfülle herangewachsen. Mir geht es ja ähnlich. Am besten wäre ein halbes Jahr Zeit alles noch mal neu zu schreiben. Wenn ich alt, versorgt und hoffentlich mit mehr Weisheit als heute gesegnet bin, setze ich mich vielleicht mal daran. Derzeit schaffe ich das nicht. Allerdings: Deine Frage zur universellen Kaliberwahl deckt eine scheinbar unausrottbare historisch bedingte Ungenauigkeit auf. Zu Schwarzpulver-Glattlauf-Rundkugel-Zeiten konnte das Kaliber, also der Kugel- und Laufdurchmesser eine Flinte mit einer Maßzahl fast vollständig beschreiben. Seitdem das Pulver nicht mehr lose aus dem Horn in den Lauf geschüttet wird, sondern in Patronen mitsamt dem Geschoß, daß schon lange kein runde Kugel mehr ist, steckt, legt aber mit dem festen Patronenlager die Patrone die zu ladende Ladung und zu erwartende Wirkung fest. Daher bitte ich dich und alle anderen bei neuzeitlichen Büchsen und Flinten genau von Munitionswahl zu sprechen, statt ungenau von Kaliberwahl, weil auch Patronen und in jene zu ladende Geschosse ein Kaliber, daß der Lauf festlegt, haben.

Für eine Einheitswaffe auf mitteleuropäisches Schalenwild, in alten Zeiten, von Ende des 19ten bis Anfang des 20ten Jahrhunderts, kurz nachdem Erscheinen nitropulvergefüllter Metallpatronen, konnten die widersprechenden Forderungen noch nicht erfüllt werden, kein brauchbarer Ausgleich herbeigeführt werden. Aus den vergangenen Zeiten stammen heute noch Vorurteile gegenüber gewissen Patronen und rührten doppelläufige Kugelwaffen für unterschiedliche Patrone, die sogenannten ,,Berg- und Tal Stutzen“ her. Heute sieht das, seit ich meine Lutz Möller Geschoß angebiete, anders aus.

Für kleine Tiere benötigst du der dünnen Decke und des geringen Zielwiderstandes wegen in jedem Falle ein schnelles Geschoß. Für große Tiere braucht das Geschoß wegen großen Zielwiderstandes zwar nicht schnell zu sein, muß aber in jedem Falle fest sein.  Schnell muß es auch da sein, um bei Drückjagden auf bewegtes Wild geringe Vorhaltewinkel zu gewähren. Sonst wir zu zielen schwierig. Je schneller ein Geschoß fliegt, desto desto fester muß es werden! Blei ist zu weich. Du kannst mit meinem schnellen festen Lutz Möller Geschoß waidgerecht mit Erfolg auf kleine und große Tiere jagen, aber nicht mit langsamen weichen, weil bei denen sowohl bei kleinen Tieren die Wundwirkung zu wünschen läßt, als auch weiche Geschosse in großen Tieren zu leicht platzen und daher die Tiefenwirkung nicht hinreicht.

Als Einheitsgeschoß kommen also nur solche in Frage, die sowohl hohen Zielgeschwindigkeiten in großen Tieren standhalten, bis die Geschosse tief drinnen im Leben sitzen, nachdem sie vorher bei Blatt- oder spitzen Schüssen Knochen und Fleisch zertrümmern, zerreißen und durchstoßen mußten. Bei allen Treffern würden Ausschüsse mit Lungenzusammenfall die Fluchtstrecke verkürzen und austretendem Schweiß ein mögliche Nachsuche vereinfachen. Nur meine Lutz Möller Geschosse bieten immer die notwenigen Eigenschaften im vorderen Teil sich mit Hohlspitze weich zu verhalten um zu splittern und dann als Restbolzen schulterstabilisiert schnurgerade durch das Ziel zu rasen.

Brenneke TUG Schrott

TUG - Schrott kleineren Kalibers auf 100 m auf einen Termitenhügel

Obiger Schrott sprach nicht gleichmäßig an, wie am an der Vorderseite sieht. So eine krummes Ding kann nicht schulterstabil fliegen. Der Rost zeigt den Flußeisenmantel an. Die Vernickelung ist, anders als Kupfer, schlecht aus dem Lauf zu entfernen, siehe Reinigen.

Dein Wunsch auch Waidwundschüsse nicht zu aussichtslosen Nachsuchen zu führen zu lassen, kann ich leider nicht erfüllen. Treffen mußt du schon. Das bleibt das Wichtigste. Sofern du mit der weiter unten empfohlenen Munition angemessen triffst, werden sich die Nachsuchen im üblichen Rahmen halten. Wie weit? Ein Hirsch rennt im Schnitt zwischen quicklebendig und mausetot 36 km/h. Das entspricht 10 m/s. In den letzten bewußten 10 bis 15 Sekunden seines Lebens nach einem Herzschuß kommt er also noch 100 bis 150 m weit. Länger Fluchtstrecken sind meinen Geschossen und richtigem Treffersitz auszuschließen. Insofern wähle in jedem Falle die Waffe die du leichter beherrschst, mit der du entspannter übst und schließlich ohne zu Mucken besser triffst. Selbst ein kleiner 20 kg Frischling mit schlecht angetragenem Gescheideschuß rennt unter Qualen noch 1,5 km, bevor er verendet. Das soll nicht sein. Wie es dazu kam, steht hier. Also erwarte von den Geschossen oder Patronen keine Wunder. Wir zaubern nicht, sondern wir jagen!

Ganz ohne Nachsuche enden nur sauber getroffene Kopf- und Trägerschüsse, denn nur sie bannen das Wild sicher an den Anschuß!

Geschosse werden durch Kaliber, Bauart und Masse und Länge bezeichnet. Wir verschießen heute aus Büchsen kalibrige drallstabiliserte Langgeschosse. Wegen der erforderlichen begrenzten Drallstabilisierung können wir aus gewöhnlichen Läufen nur Geschosse bis etwa 5 Kaliber Länge verschießen. Aus der längst vergangenen Bleirundkugelzeit stammt noch die Forderung nach großen, schweren Geschossen für große Tiere. Wie wir heute wissen, war der Rundkugelweg, ein Irrweg. Geschosse müssen lang sein, um einzudringen, nicht breit. Zur Eindringtiefe gibt es zwei Regeln,

  1. Länge läuft
  2. Breite bremst

In den sachlichen Beschränkungen für Jagdwaffen schrieb der deutsche Reichsgesetzgeber das bereits 1934 für das Reich mit der 6,5 mm Forderung auf Hochwild fest. Die Regelung ist also als Hilfestellung für Anfänger brauchbar und begründet.

Ich empfehle drei Vorzugspatronen als Einheitsbewaffnung für alles Wild (außer Dickhäuter): 7x57, 308, 8x57IS. Soll vornehmlich weit  geschossen werden, dann die 7 mm Rem Mag.

Eine für Alles

Moin Herr Möller,

ich habe ihre umfangreiche Seite im Netz entdeckt und schon einiges mit großem Interesse gelesen.

Ich jage seit einigen Jahren, hauptsächlich in Schweden auf Elchwild, mit einer über fünfzig Jahre alten Husqvarna (Kal. 9,3 x 57). Die ist jetzt so langsam am Ende und ich möchte keine großen Ausgaben mehr tätigen um sie in Gang zu halten. Also, eine neue Waffe muß her und mit der Entscheidung habe ich so meine Schwierigkeiten. Am liebsten wäre die „Eine für alles“ Waffe mit dem entsprechenden Kaliber , daß wurde ja schon viel beschrieben und gerade das verwirrt mich. Ich möchte in Zukunft natürlich weiter auf die Elchjagd in Schweden und Norwegen, zu Hause gibt es diverse Rehe und auf die Saujagd werde ich auch immer wieder eingeladen. Da ich in Schleswig-Holstein wohne, würde ich gerne eine Waffe aus der Nähe käuflich erwerben - es bietet sich die Firma Sauer in Eckernförde an. Ansonsten habe ich im Netz auch schon mal bei einigen Büchsenmachern gelesen, Johannsen ist ganz in der Nähe und Ritterbusch oder Jung machen auch einen guten Eindruck, auch über eine Take-Down Version mit einem zweiten Lauf in einem anderen Kaliber habe ich schon nachgedacht. Ich möchte einfach nicht so viele Waffen im Schrank haben und eine gute Büchse wird mich sicher bis zum Ende meiner Jägerzeit begleiten. Ich würde mich freuen wenn meine Gedanken nach vollziehen können und Ihre Meinung dazu würde mich sehr interessieren.

Viele Grüße aus dem Norden ! Weidmannsheil !

Björn Hansen, Donnerstag, 6. Oktober 2005

Für Elch lies 7x57„Die beste Patrone“!

Hej Lutz,

recht vielen Dank für die zügige Antwort !

Meine Jagdgemeinschaft in Mittelschweden spaltet sich in zwei Lager bezüglich der verwendeten Kaliber. Das alte Elchkaliber ist die 9 x 57 und die dort am meisten verwendete Patrone (Geschoßtyp) ist die Norma Alaska - damit werden immer noch die meisten Elche gestreckt. Die anderen kommen mit 6,5 mm daher, wobei ich nichts über die verwendeten Geschoßtypen weiß. Für meine neue Waffe hatte ich auch schon 7x64 oder 8x68S im Visier, wobei ich die zweite noch nie geschossen habe. Natürlich spielt bei der Wahl auch die Beschaffungsmöglichkeit, die Vielfalt der Geschoßauswahl und der Preis eine Rolle, da ich mich doch recht häufig auf den Schießständen einfinde und über das Jahr so einiges durchziehe. Von meiner Statur bin ich eigentlich ein Bewegungsjäger, die Praxis zeigt aber, daß man doch die meiste Zeit rumhockt und wartet bis einen das richtige Stück vor die Nase läuft ! Ich werde mich mal umschauen, auf jeden Fall erst einmal danke für Deine Meinung und für die hervorragende Seite im Internet !

Gruß, Björn, Freitag, 7. Oktober 2005

Tag Björn,

Geschosse benötigst du nur zwei. Mehr nicht, nämlich ein billiges Übungsgeschoß und ein gutes Jagdgeschoß. Beide gibt es. In 7 und 8 mm empfehle ich als Übungsgeschoß Sierra Matchking und als Jagdgeschoß das Lutz Möller Geschoß. Bitte denke bei Bewegungsjagden an den Vorhaltewinkel. Je schneller das Geschoß fliegt, desto einfacher kannst du zielen und desto besser triffst du.

Gruß Lutz

Guten Tag Herr Möller,

die Werte der Knochen-und Fleischleistungen des Lutz Möller Geschoß aus verschiedenen Patronen (z.B.: 6,5x65, 7x64, .30-06, 8x57, 8x68, ) unterscheiden sich dank der Eigenschaften des Lutz Möller Geschosses kaum. Dies bedeutet doch, bis etwas über 200 m letztlich bleibt gleichgültig, welche Patrone man mit dem MJG bestückt. Die Munitionswahl tritt also in den Hintergrund. Dies belegten sie ja auch mit dem Umfangreichen Einsatz der 6,5 in Afrika und deckt sich auch mit der irgendwo zu findenden Aussage auf ihrer Seite „alle sind gleich“. Das Lutz Möller Geschoß ebnet die Leistungsunterschiede zwischen den Patronen also ein. Auch in Richtung der oberen Leistungsgrenze (auf Eland oder Dickhäuter) dürfte es doch dann auch kaum einen Unterschied machen.

Lutz Möller mit Büffel

LM: Ja, siehe Lutz Möller 4014 mit 308 auf Büffel in Australien

Wäre es sinnvoll für die Jagd auf Dickhäuter (z.B. Büffel) das Lutz Möller Geschoß etwas zu verlängern und damit größere Flächenlast zu erreichen? Bei diesen besonderen Jagdsituationen kommt es ja weniger auf gestreckte Flugbahnen an. Oder ist dies im Hinblick auf den damit einhergehenden Geschwindigkeitsverlust wenig sinnvoll?

Lutz Mit Kaffernbüffel

 

LM: Für Dickhäuter (Elefant, Nashorn und Flußpferd)ja. Büffel fäng mein Lutz Möller Jagdgeschoß so. Lies Büffel Afrika 2008, Büffel Australien 2008 und Büffel Australien 2014

Nun ist aus dem kurzen Dankeschön doch eine lange Mail geworden. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir meine Fragen beantworten würden.

Grüße, Maximilian Diefenthäler, Dienstag, 15. November 2005 17:01

Kaliberwahl - das alte Lied

Sehr geehrter Herr Möller,

durch Zufall bin ich vor längerer Zeit auf Ihre Internetseite gestoßen. Ich kann mich nicht erinnern jemals soviel über Ballistik, Geschoßwirkung (alles aufzuzählen, wäre rahmensprengend) etc. gelesen zu haben.

Nachdem wir voller Eindrücke von der übervollen Jagd und Hund wieder daheim waren, jetzt einige Überlegungen bezüglich der sinnvollsten Patrone, wenn es denn sowas überhaupt gibt. In den Händen hatten wir sie alle!

Kurz zu meiner Situation. Die Waffe sollte für alles hiesige Wild (überwiegend wird Reh- und Schwarzwild gejagt, sowohl auf Ansitz als auch Drück- oder Bewegungsjagd. Die Jagdgebiete liegen teilweise im Sauerland, in Franken, aber auch die freien weiten flächen in Mecklenburg. Daß es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt, ist mir wohl klar. Aber für Anregungen wäre ich ihnen sehr dankbar.

Entscheidend ist für mich die Zielballistik, will sagen die Wirkung am Wildkörper. Einerseits gibt es das „schwache Reh“, bei dem so wenig wie nötig Wildbret zerstört werden soll (Der Vermarktung wegen, schließlich kauft das Auge mit.), andererseits soll das Wild im Feuer zusammenbrechen, ohne lange Fluchten noch machen zu können. Aber auch Schwarzwild lange nachzusuchen gehört nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen eines Jägers. Wenn das Wild gut getroffen ist (immer vorausgesetzt), dann sollte es im Feuer auch runtergehen.

Als Tierarzt, der lange Jahre nebenbei auch Wildfleischbeschau durchgeführte, weiß ich wovon ich rede (Hämatome, riesengroße Ausschußöffnungen, Nachsuchen, Zeitverlust, Verminderung der Wildbretqualität, usw.). Was ich da (immer vorrausgesetzt der Schuß wurde gut angetragen.) manchmal sehen mußte, war haarsträubend.

Es sollte mit einem rasanten Geschoß auch mal ein „weiterer Schuß“ möglich sein. Wieviel Ausschlag gibt da die Lauflänge?

Zur Optik: Die neuen Flash dot von Schmidt & Bender sind einfach super. 1,5-6 x 42 mit FD7 mit Innenschiene wäre so meine erste Wahl.

Zur Waffe: Sauer oder Sako. Bei der Sauer 202 gibt es sehr viele Optionen. Bei der Sako ist man doch bei der Kaliberwahl eingeschränkt. Die Sako halte ich für eine führige Waffe (skandinavische Jagdkollegen benötigen keinen Firlefanz, sondern ein robustes Arbeitsgerät, das absolut zuverlässig sein muß). Was wäre bei einer Sako bezogen auf die geschilderte Reviersituation ihre erste Munitionswahl?

Sauer: Die Forest oder Highland sind sehr führig, aber haben „nur“ 51 cm langen Lauf. Stellt diese Lauflänge ein Problem dar; wenn man auch weitere Schüsse antragen will (kurzer Drall). Die Outback hat einen 56 cm Lauf. Die Schnellfluchtvisierung auf der Sauer war der Hammer. Die würde ich plus ZF Schmidt & Bender nicht nicht missen wollen.

Patrone: 6,5x68 (Magnum) scheint für weite Schüsse sehr geeignet zu sein. Vor allem ihre Lutz Möller Geschosse scheinen eine vorbildliche Zielballistik zu besitzen (nicht diese furchtbare Wildbretzerstörung, wie bei Bleigeschossen).

6,5x65 weder bei Sako noch bei Sauer erhältlich zu sein. Sauer bietet die 6,5 x 284 Norma an.

Oder sind diese ganzen Überlegungen meinerseits völlig unrealistisch. Nehme einfach 7x64 oder .30-06 Spr. als Lutz Möller Geschoß von Ihnen und fertig. Da ich kein Wiederlader bin, müßte ich eh Munition beziehen. Militärkaliber wie .30-06 oder 8 x 57) sollte man vielleicht in anbetracht der Schwierigkeiten an der Grenze nicht benutzen.

Da ich zwar ein sportlicher, durchtrainierter mitvierziger bin, aber nur 70 kg Kampfgewicht aufweise, wäre eine Rückstoßbremse (querblasend, oder hdp. Was empfehlen sie und wo kann man die anbauen lassen (Preis) wünschenswert. In Deutschland sind die ja noch etwas unbekannt, um es freundlich auszudrücken. Ich möchte auf eine mündungsgebremste Waffe ungern verzichten. Oder ist das auch alles Quatsch?

Wie sie sehen ist die Munitionswahl plus der Lauflänge und dem Gewicht der Waffe eine Erfahrungssache, die ich von Ihnen gerne erläutert haben würde.

Ich hoffe ich stehle Ihnen nicht zu viel Ihrer kostbaren Zeit, aber würde mich um eine „erhellende“ Antwort freuen.

Es verbleibt mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil,

Ihr Dr. Thomas Hameister, Bad Sassendorf, Montag, 6. Februar 2006 21:25

Lieber Dr. Hameister,

Sie bringen die alte Frage mal wieder auf. Ich habe die im Einzelnen schon oft beantwortet. Also erkläre ich nun wenig, sondern verweise stattdessen auf die bekannten Erklärungen.

Mit dem heutigen Lutz Möller Geschoß vermeiden Sie nach einiger Geschichte die kaputten Rehe der bleiernen Sippe und Zerlegerverwüstungen aus allen gängigen 6,5 - 9,3 mm Jagdmunitionn. Alle Lutz Möller Munition zwischen 7 und 9,3 mm bietet aus den gängigen Patronen ähnliche Splitterwucht , die einerseits das Reh nicht verwüsten und andererseits die Sau nicht weit flüchten lassen. Als Tierarzt sollten Sie einen sehr genauen Blick in Wundwirkung werfen. Darin steht, Tier können nur mit Kopf- oder Trägerschuß an den Platz gebannt werden. Bei allen anderen Treffern sind immer Fluchtstrecken möglich.

Der kaum enervierten Lunge und des wenig empfindlichen Brustkorbes wegen, reizt ein breit angetragener Lungenschuß, der die Blätter verschont, das getroffen Tier kaum zur Flucht. Oft zeichnet es auf solchen schonenden Treffer nicht, verharrt, aber sackt nach kurzer Zeit in sich zusammen und stirbt innerlich gut ausgeschweißt am Platz. Ein Blattschuß mit Herztreffer hingegen durchdringt hoch enervierte Muskeln im Vorderlauf und das empfindliche Herz, reizt den darüberliegenden Vagusnerv, löst über diese Nervenreizungen den Fluchtreflex aus, daß die Tiere wie angestochen losrennen. Das werden zwar sichere Totfluchten, aber immerhin Fluchten. Wenn Sie die mehrheitlich vermeiden wollen schießen Sie breit auf die Kammer, oder, wenn möglich auf Kopf- oder Träger.

Sofern Sie unbedingt eine kurzläufige Waffe (0,5 m Laufstummel) wollen, warum auch immer, müssen Sie unbedingt eine passende Patrone dazu wählen. Das sind bevorzugt die 8x57IS oder auch die unnötig große 9,3x62. Näheres finden Sie in Stutzenlauf. Seien Sie versichert, mit beiden Patronen können Sie mit dem Lutz Möller Geschoß ohne weiteres jedes Wild von Reh bis Sau und darüber waidgerecht bis 200 m strecken.

Wollen Sie aber noch weiter schießen, benötigen Sie Patronen mit mehr Pulver hinter den Geschossen und, um das Pulver auch auszunutzen, entsprechend längere Läufe. Eine der besten Mittelpatronen ist unsere gute alte deutsche 7x64 für Läufe zwischen 60 und 65 cm. Darunter ist die 7x57 besser geeignet.

Die 6,5x65 oder die gleichwertige 6,5x284 Norma sind Weitschußpatronen für mindestens 65 cm Läufe. Man bekommt sie nur schecht. Sie fallen daher aus der Wahl. Mit dem Drall hat das gar nichts zu tun. Nicht nur Sauer und Sako bauen gute Repetierbüchsen, auch Heym und Merkel. Da würde ich auch mal schauen. Merkel hat auch wunderbare Kipplaufwaffen mit dem druckfesten Kippblockverschluß für hohe Stoßbodenkräfte.

Mit Lutz Möller Geschossen müssen Sie keine Monsterpatronen schießen, um alles jagdbare Wild, außer den großen Dickhäutern, ohne Schwierigkeiten aus jedem Winkel und in jeder jagdlich vertretbaren Entfernung sicher zur Strecke zu bringen. Insofern muß ein Rückstoßbremse nicht sein. Wenn, dann die kleine, leichte wirksame hdp. Der beste Wirkungsvergleich sind 6,5 mm Copper in Africa 2005 mit winzigstem Wirkungsquerschnitt und der 9,3 mm Zerstörer in Afrika 2005 mit völlig überzogener Wirkung. Der Treffer entscheidet viel mehr über die Flucht, als Patrone oder Geschoß. Fünffache Wirkung bringt nicht ein fünftel Fluchtstrecken, nur fünffache Zerstörung. Die wollen Sie für gutes Wildpret aber nicht.

Also wählen Sie einen herkömmlichen Repetierer in 7x64, oder, wenn es ein Stummel sein soll, in 8x57IS. Je länger der Lauf, desto leiser wird die Waffe. Auch daran sollten Sie denken. Unser Gehör ist empfindlich und die Stummel mache unnötig Krach, den allerdings ggf. ein Feuerschlucker auf verträglichere Störung mildert. Dieser Feuerdämpfer hilft ihnen besonders bei der Nachtjagd auf Sauen.

Ihre Optik „Schmidt & Bender Flash dot im 1,5-6 x 42 mit FD7 mit Innenschiene wäre so meine erste Wahl.“, schreiben Sie. Das ist mit Sicherheit das Beste, das Sie bekommen können. Ich unterstreiche das FD7 besonders! Für weite Schüsse, so wie ich die meine, also über 200 m könnte die 6-fache Vergrößerung auf Rehe ein wenig knapp sein, je nachdem wie weit sie raus wollen. Dafür würde ich dann eher ein 3-12x50 wählen, besonders in der Dämmerung. Sofern Sie hauptsächlich nachts auf Sauen gehen, wäre noch eher ein 2,5-10x56 Zielfernrohr geeignet.

Rufen Sie mich gern an, wenn Sie noch Fragen haben.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Schwarzwald - Namibia

Hallo Herr Möller,

zuerst möchte ich mich bei den Gratulanten einreihen. Ihre Webseite ist sehr bemerkenswert und informativ. Als Kaufmann möchte ich vorausschicken, daß mein technisches Verständnis eher durchschnittlich ist.

Nun zu meinen Überlegungen, als Allroundwaffe führe ich in meinem Schwarzwaldrevier (Schußentfernung max 150-180 m, meist deutlich weniger) einen Blaser BD 7x65R, TIG 10,5 g. Zusätzlich habe ich noch einen geliebten alten Stutzen K98 in 8x57IS (50cm) den ich auf Schwarzwild und sonstiges Hochwild bis max. 180 - 200 m einsetzen möchte. Ich denke, daß dies mit Ihrem Lutz Möller Geschoß möglich sein wird. Liege ich hier richtig?

LM: Ja, in allen üblichen Jagdmunition zwischen 7 und 8 mm. Die 8x57IS eignet sich (neben der unnötig großen 9,3x62) gut für kurze Stutzenläufe.

Welches Ihrer Geschosse würden Sie mir empfehlen?

LM: Es gibt in 8 mm nur das 8 mm Lutz Möller Geschoß für die 8x57IS Lutz Möller Munition. Versuche erübrigen sich. Mein Geschoß ist vollkommen beschrieben. Seine Leistungen sind für die gängigen Jagdmunition angegeben. Lies Geschoßwirkung. Lesen Sie und entscheiden Sie sich.

In der Hoffnung nichts vergessen zu haben verbleibe ich mit freundlichen Grüßen, Norbert Wohlschiess, Mittwoch, 8. Februar 2006 11:50

Tag Herr Wohlschieß,

schauen Sie auch mal bei Merkel im Katalog nach und fragen dort nach der Karpatenbüchse mit Gewinde für eine Rückstoßbremse. So eine Kipplaufwaffe ist für Reise und Pirsch prima. Ich reise immer mit langen Waffen ohne deshalb Schwierigkeiten zu haben, eher mit Feuerzeugen oder Spraydosen. Gegen die Mauser 03 ist grundsätzlich nicht einzuwenden. Wenn Sie die mögen und die Ihnen liegt (Schaft) nehmen Sie di ruhig.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 8. Februar 2006

Mal wieder die alte Frage

Hallo Herr Möller,

ich habe mal eine Frage. Ich stecke zur Zeit mitten in der Jägerausbildung und bin mir nicht schlüssig welche Munition ich dann zur Jagd am besten verwenden soll. Hier gehen ja die Meinungen weit auseinander und jeder erzählt etwas anderes. Meine Überlegungen schweben zwischen 7x64, 8x57IS und 9,3x62. Hauptwildarten sind Reh-, Rot-, und vor allem Schwarzwild. Die Schußentfernungen betragen im Höchstfall 200 m (das ist aber schon hochgegriffen).

Zu welcher Jagdmunition würden sie mir raten und vor allem was für ein Geschoß?

Vielen Dank schon mal. MfG Alex Kamp, Sonntag, 30. Juli 2006 16:00

Tag Herr Kamp,

daß Sie ausdrücklich nach dem Geschoß fragen, läßt mich hoffen, kommt es doch zuvorderst auf das Geschoß an und erst danach auf die Patrone. Nehmen Sie für alles das Lutz Möller Geschoß als Einheitsgeschoß. Bemantelte Bleigeschosse können keine Einheitsgeschosse von Reh bis Sau sein. Entweder zerstören sie zu viel oder sie wirken nicht (tief) genug. Die Bandbreite von klein bis groß können Bleigeschosse nicht bieten.

Jeder der von Ihnen genannten Patronen 7x64, 8x57IS und der 9,3x62 paßt, obwohl letzter unnötig groß ist. Allerdings verlangen Jagdherren mit Sauen oft größere Kaliber von Jagdgästen. Das ist heute sachlich zwar schwer zu begründen und wohl noch ein Vorurteil aus der Schwarzpulverzeit, lebt aber in alten Köpfen noch fort. Sofern Sie nicht auf eigenem Grund jagen werden und auf Einladungen angewiesen sein werden, würde ein größeres Kaliber deshalb vermutlich günstiger sein. Bis 200 m langen die Lutz Möller Geschoß-Flugbahnen allemal. Munition liefert die Lutz Möller GmbH!

Waidmannsheil, Lutz Möller,

7 mm

Es gibt z. B. im 7 mm Kaliber unterschiedliche Patronen wie 7x57, 7x64 oder 7 mm Rem Mag. Die können alle das selbe Geschoß verschießen, aber eben unterschiedlich schnell und folglich verschieden weit; je schneller, desto flacher und weiter.

Wichtiger als für gewisse Wildarten die angemessen Jagdmunition zu wählen ist das geeignete Geschoß finden, um eine Einheitswaffe zu führen. Das Geschoß in einem gewissen Durchmesser (= Kaliber) bestimmt vorrangig die Eignung der Waffe für das Wild, die verschiedenen Jagdmunitionn in dem Kaliber dagegen die mögliche Einsatzweite. Es gibt aber Ausnahmen. Die Gemse ist so eine. Das liegt an ihrem Lebensraum in offenen Karst oberhalb der Baumgrenze (von den wenig geliebten Waldgemsen sei mal abgesehen). Die gut rätden Gemsen in der deckungsarme Landschaft verlangen of weite Schüsse. Da es im Gebirge auch oft hoch oder runter zu treffen gilt, verkompliziert sich die Ballistik noch mehr. Wer nicht wie ein Hochgebirgsartillerist ständig Entfernung, Winkle, Wind und Temperatur messen und rechnerisch berücksichtigen will, wählt folglich eine Munition mit möglichst gestreckter Flugbahn. Rasanz ist auf Gemsen gefragt. Die Munition muß also aus einer Patrone mit einem schnellen und windschlüpfrigen Geschoß bestehen, das nicht nur im Treffer für die gewollten Wildarten waidgerecht tötet wird, sondern den Treffer auf lange Strecken überhaupt erst mal ermöglicht. Das Lutz Möller Geschoß erfüllt in allen Kalibern diese Anforderungen.

Man solle eine Patrone nicht schlechter reden als sie ist, aber die 7x57 ist nun mal beim besten Willen keine Bergpatrone. Für die Alpen muß was schnelleres her; z.B. die gut alte 7x64, die zur Not auch einen 60 cm Lauf verträgt - sie wird dann halt lauter, blitzt und ruckt mehr, aber schießt nicht so schnell und flach, wie mit 65 cm Lauf.

Als Magnumausführung wäre 7 mm Rem Mag mit mindestens 65 cm langem Läufen, ggf. mit Rückstoßbremse oder besser noch Knalldämpfer die beste.

Lutz Möller mit Stocker

Siehe Stocker 250 in Afrika

Wenn's um flache Flugbahn geht, ist der „7 Rem“  kaum das Wasser zu reichen. Sie ist das schnellste Schiff der Flotte (Gorch Fock). Genau darauf kommt bei weiten Schüssen vorrangig an.

Hallo Herr Möller,

ich werde auf Ihre Munition umstellen: diese Entscheidung ist bereits getroffen. Derzeit schwanke ich nur noch, ob ich meine Tikka 590 in 7x64 gegen eine Heym SR30 oder einen KR1 von Merkel tauschen soll,

Sprinbock

Lutz Möller, Springbock mit Merkel KR 1 in 7 mm Rem Mag in Afrika Juli 2012

LM: Warum? Was spricht gegen die Tikkaa?

Wenn ich wechsele, dann ggf. auch die Patronensorte, auch wegen ihres Hinweises auf die zu weiten Patronenlager, oder waren es Übergangskegel bei der 7x64.

LM: Ja was denn nun? Für die vorhandenen Übergangskegel biete ich die passenden Geschosse. 

6,5x55 steht auf der Liste, 7x57 oder 8x57s, vielleicht auch 9,3x62, oder Ich bin kein Benchrest-Schütze, hätte aber gern beste Präzision - und ich möchte möglichst weit ohne Haltepunktveränderung schießen können. Was wäre Ihr Rat?

LM: BleibenSie bei der 7x64, oder wenn es mehr in Richtung 300 m und drüber hinaus gehen soll, nur dann wechseln Sie zu einer Waffe in 7 mm Rem Mag. Sonst ist ein Wechsel nicht nötig.

Freundliche Grüße; Uwe Seifert; 22. Dezember 2014 15:06

8x57IS MJG für Jungjägerin>

Hallo Herr Möller,

ich habe vor kurzem meinen Jagdschein (zu dem ich parallel viel auf Ihren Seiten gelesen habe) gemacht und freue mich darauf jagen gehen zu können.

LM: Ich senden Ihnen Glückwunsch zu Ihrer guten Entscheidung Jägerin zu werden, die Ihnen viel Erleben und Freude bringen wird, und der erfolgreich bestandenen schweren Prüfung.

Als Jungjägerin, habe ich gehört, sollte ich eine Waffe mit einem ausreichenden Kaliber nehmen, um alles Schalenwild in Deutschland jagen zu können. Ich werde wohl viel auf Drückjagden und im Wald jagen, ab und zu auch im Feld. Da ich keinen allzugroßen Rückschlag haben möchte, habe ich an eine 8x57IS gedacht. Die sollte für mich eigentlich ausreichen. Als Waffe hatte ich an eine S 202 Forest gedacht, die Sie ja auch empfehlen, oder?

LM: Ja.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist das Gewicht der Waffe positiv für den Rückstoß.

LM: Aber negativ für die Pirsch, um Ihren Ausdruck weiter zu pflegen. Sie müssen die Waffe ja schleppen.  Richtig ist der darin ausgerückte Zusammenhang zwischen steigender Waffenmasse und damait sinkendem Rückstoß. das selbe trifft umgekehrt in viel größerem Maße allerdings für die Geschoßmasse zu. Je leichter Sie Ihr Geschoß wählen, desto geringer fällt der Rückstoß aus. Daher ist dr Ansatz die Waffe zu erschwereen weniger fruchtbar als das Geschoß zu erleichtern. 

Ich habe nun viel über Geschosse und Munition gelesen und glaube, daß ich gerne Ihre Munition schießen würde (vor allem weil der Rückstoß dadurch so viel geringer sein soll?).

LM: Richtig!

Jedoch frage ich mich, wie Ihre Munition, die es bei der Lutz Möller GmbH gibt, mit den kurzen Läufen zurecht kommt. Wird da die Leistung überhaupt ausreichend entwickelt?

LM: Für Stutzenläufe gibt es besonders drei geignete, oder sogar dafür entwickelte Patronen, nämlich bevorzugt unser deutschen 8x57IS und Otto Bocks 9,3x62 für unser deutschen Schutzgebiete im vergangenen Kaiserreich („der guten alten Zeit“, lies dazu beschreibend Stefan Zweig „Die Welt von getsern“), sowie die NATO Stumgewehrpatrone 7,62x51 NATO in der Zivilausführung .308" Win.

Gibt der kurze Lauf einen hellen Mündungsblitz?

LM: Bei den drei Patronen 8x57IS, 9,3x62 und .308" Win. nicht so sehr. Wenn Sie das Mündungsfeuer stört, greifen Sie zum Mündungsfeuerdämpfer oder zum Feuerschlucker FS7.

Ist das dann schon neue Messing-Munition?

LM: Ja.

Gibt es die speziell für Stutzenläufe (auch wenn es ja keiner ist) geladen?

LM: Nein.

Viele Fragen, aber ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir weiterhelfen könnten.

Horrido und Waidmannsheil, Caroline Brechting, Dienstag, 14. Juni 2011 19:23

Lieblingspatrone für alles

(außer Weitschüsse über 300 m)

Hallo Herr Möller,

wenn ich das richtig sehe, dann ist die 7 mmm Rem Mag mit MJG ihre Lieblingspatrone für weite Schüsse.

LM: Richtig!

Diese Patrone verlangt allerdings auch nach einem langen Lauf.

LM: Richtig!

Für Stutzenläufe (50 cm kurz) empfehlen Sie die Patronen 308" Win., 8x57IS oder 9,3x62; - sonst nichts.

LM: Richtig, nur die, mit besonderer Betonung auf 308, weil die Patrone besonders für kurze Läufe entwickelt wurd, draus sehr wirtschaftlich Leistung erbringt und überall zu haben ist!

Ich möchte wissen, welche dieser Patronen (mit Munition der Lutz Möller GmbH) Sie als Einheits auf Sauen in heimischen Revieren auf Ansitz, Pirsch und Drückjagd bevorzugen würden und warum?

LM: Lies auch Einheitswaffe! All meine Munition ist für Sauen geeignet sind, denn meine Geschosse sind in gewissen Grenzen auf ähnliche bis gleich Splitterwucht ausgelegt, so daß Sie ähnliche bis gleich Wirkung zeigen. Der Möller Restbolzen duchdringt aus allen diesen Patronen über ½ m Fleisch. Das langt. Ich habe das so gemacht, daß die Jäger über das Geschoß nachdenken, nicht über Kaliber oder Patrone. Da Sie aber nun gleichwohl eine Empfehlung wollen, empfehle ich ihnen und allen nicht die vom Rand, sondern die aus der Mitte

nämlich „Die beste Patrone“ 7x57 aus einem 60 cm Lauf mit der ich oben z.B. zwei Sauen auf der Drückjagd erlegt aber auch Elche, Rehe und so weiter. ich empfehle die 7x57, weil Sie sich so angenehm schießt und alles kann.

&nb Bell schoß mit unser guten alten 7x57 Patrone massenhaft Elefanten! 

Wenn Sie also nicht weit schießen müssen, langt unsere gute alte 7x57 Patrone volkommen. Schauen Sie mal href="/Jagd/Schweden-2009/Schweden-2009-Salarp-Elche.php"> Salarp 2009, wie ich da mit der 7x57 mit kleiner Vergrößerung im ZF auf  256 m traf. Was will man mehr (wenn man nicht inder offenSteppe oder im kahlen Gebrige über der Baumgrenze auf Gemsen und Steinbock über 300 m hinaus muß)? Nicht jeden Tag muß ein Argali auf ~ 450 m erlegt werden - da ist eher selten. „Die beste Patrone“ hat ihren Namen, der ausgewoggenen Leistung in führigen Waffe ohne zu unangenehmen Nebenwirkungen erhalten. Sie gleicht von allen mir bekannten Patronen unterschiedliche Anforderungen am besten aus - und das bei recht mäßigem Druck. Das führt auch zu der angenehmen Schießerei.  Wir haben die Treibladungen, um aus unsere Munition flotte 1.020 m/ v0 rauszuholen, damit Sie auf bewegtes Wild bei der Drückjagd mit angenehm geringem Vorhaltewinkel leicht zielen und sicher treffen können.

Die nächsten 100 m/s kosten einen Heidenaufwand und bringen heftige Nebenwirkungen. Das soll man sich  nur antun, wenn man das braucht. Sonst ist das Unsinn, wie überhaupt die viel zu vielen Patronen. Die erschweren nur die Versorgung und treiben die Preise. 

Da allerdings nur weniger Hersteller noch Waffen für 7x57 anbeiten kommt als nächstes die 308 in Frage. Siehe Lutz' Büffel 2014

Mit freundlichen Grüßen, B. S., Montag, 3. Oktober 2011 18:59

Munition für Norwegen

Guten Tag Herr Möller,

mein Name ist Andreas Kern. Ich wohne in Skien i.d. Telemark/Norwegen. Ich habe im Januar meinen Jagdschein erworben.

Ich habe bereits ausführlich Ihre Seite studiert.Als Jagdanfänger, wende mich an Sie weil ich folgende Anfragen habe. In Norwegen werde ich folgendes Wild bejagen: Gans, Auerhahn, Bieber, Reh, Hirsch und Elch. Besteht die Möglichkeit, dieses Spektrum mit einer einzigen Waffe/Kaliber abzudecken ?

LM: Ja. Ich führ für diese Zwecke in Schweden eine alte Tikka in 7x57 „Die beste Patrone“.

Wie lange sollte der Lauf der Waffe hierbei mindestens sein?

LM: 60 cm

Gibt es die Möglichkeit, daß Sie Ihre Munition nach Norwegen senden ?

LM: Ja. Sie müssen dazu von Ihrer zuständigen Behörde eine Einfuhrerlaubnis erlangen, mir dieses dann vorlegen. Daraufhin erlange ich von meiner Behörde für 10,23 € eine Ausfuhrerlaubnis. Fracht nach Norwegen ist recht teuer.

Mit freundlichen Grüßen, Andreas Kern, Sonntag, 8. April 2012